Tiktaalik gewinnt

Eine Tournee für die Siegerband des Hansjürg Hensler Jazz Wettbewerbs

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Die Sieger des Hansjürg Hensler Jazz Wettbewerbs: Tiktaalik.

Kempten – Der Montagabend im Stadttheater war innerhalb des Jazzfrühling einem spannenden Wettbewerb für Nachwuchsbands mit bayerischen Wurzeln gewidmet, den der Kemptener Klecks und der bayerische Jazzverband alljährlich gemeinsam ausrichten.

Als sehr praxisnaher erster Preis winkte eine vom Jazzverband komplett vororganisierte Tournee durch bekannte bayerische Jazzveranstaltungsbühnen, was für die meisten Musiker mehr Wert hat als schnöder Mammon, finden sie doch dadurch ohne großen eigenen Organisationsaufwand den Weg zu ihrem Publikum.

Spannendes Rennen um die Platzierungen beim Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerb 2018

Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier das Langguth Förster Duo. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier das Langguth Förster Duo. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier das Langguth Förster Duo. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. HierLBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. HierLBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © T röger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier LBT. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier das Niklas Roever Trio.. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier das Niklas Roever Trio. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier das Niklas Roever Trio. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier das Langguth Förster Duo. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier das Niklas Roever Trio. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier das Niklas Roever Trio. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier das Niklas Roever Trio. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier das Niklas Roever Trio. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Als Moderatorin eingesprungen: Ursula Speiser vom "Klecks". © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Als Moderatorin eingesprungen: Ursula Speiser vom "Klecks" © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier die Gewinner: Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier die Gewinner: Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier die Gewinner Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier die Gewinner Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier die Gewinner Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier die Gewinner Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier die Gewinner Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier die Gewinner Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier die Gewinner Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier die Gewinner Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Hier die Gewinner Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Die Jury verkündet die Preisträger. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Die Preisverleihungen. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Enttäuschte Gesichter beim viertplatzierten Niklas Roever Trio. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Enttäuschte Gesichter beim viertplatzierten Niklas Roever Trio. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Die Preisverleihungen. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Die Preisverleihungen. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Die Preisverleihungen. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Preisverleihung an die Gewinner Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben.  Preisverleihung an die Gewinner Tiktaalik. © Tröger
Jeweils eine grandiose Performance lieferten die vier Teilnehmer des Hansjürg-Hensler-Jazz-Wettbewerbs 2018 im ThetaerOben. Preisverleihung an die Gewinner Tiktaalik. © Tröger

Das musikalische Niveau aller vier Bands, die es in die Endausscheidung an diesem Abend geschafft hatten, war so hoch, dass man am Schluss des Konzerts in seiner persönlichen Bewertung nicht unbedingt mit der abendlichen Fachjury d‘accord gehen musste. Deren Entscheidung war, wie es von den Jurymitgliedern Neli Schmidkunz alias Paulo Morello und Ralf Dombrowski vorgetragen wurde, sehr knapp. Sieger und Gewinner der erwähnten Tournee wurde, vielleicht nur, weil sie mit der abgeklärtesten Moderation durch ihren Saxophonisten (Oliver Marec) aufwarten konnte, die Gruppe Tiktaalik, die als letzte gespielt hatte. Bestehend aus österreichischen und einem bayerischen Musiker überzeugten sie durch einen gekonnten Quartettsound auf der Höhe der Zeit, der mit seinem Fundament aus einem soliden Bass (Clemens Rofner) und einem feinen Schlagzeug (Simon Springer) die Basis für solistische Höhenflüge des Altsaxophonisten bot. Die Höhenflüge kamen dann tatsächlich vom Pianisten (Luca Zambito), der besonders in einem längeren Solo seine ganz eigene Tonsprache beisteuern konnte.

Begonnen hatte der Abend mit dem Langguth-Förster-Duo, einem Pianisten (Lukas Langguth)und einem Tenorsaxophonisten (Tom Förster) aus Augsburg und München, die vier eigene Stücke spielten, die geprägt waren von einem sehr disziplinierten und nahen Zusammenspiel zwischen beiden Instrumenten. Das Klavier gab die Richtung vor, mal balladenhaft flächig, mit feinen Linien in der rechten Hand, die teilweise unisono vom Tenorsaxophon aufgenommen wurden, mal etwas südamerikanisch-rhythmischer, hier spielte dann das Tenorsax obendrauf, nie mit großer Ekstase, aber mit sehr kultiviertem Ton.

Definiert man Jazz vom Rhythmus her, dann hatte sich die nächste Gruppe um den Namensgeber Leo Betzl am weitesten vom klassischen Jazz entfernt. Ihr Groove entstand nämlich nicht durch den jazztypischen Swing, sondern durch geradtaktige Technobeats, die jedoch – nur leicht von Elektronik und Saitenmanipulationen verfremdet – mit den klassischen Jazzinstrumenten Klavier (Leo Betzl), Kontrabass (Maximilian Hirning) und Schlagzeug (Sebastian Wolfgruber) erzeugt wurden. Der Effekt war verblüffend mitreißend und auch für ein Jazzpublikum überzeugend. Statt eines intellektuell-sinnlichen Erlebnisses ein mehr körperlich-ekstatisches, bei dem Sitzen vielleicht nicht die richtige Körperhaltung beim Zuhören war. Dafür gab es in der Wertung den zweiten Platz.

Die dritte Band in der Reihenfolge des Abends, leider in der späteren Bewertung nur vierte, war das Niklas-Roever-Trio, dem man das Adjektiv perlenhaft funkelnd zuschreiben möchte. Drei Musiker – Niklas Roever (Piano, Komposition), Simon Bräumer (Bass), Korbinian Kugler (Drums) –, von denen jeder ein feinsinniger und graziler Meister seines Instruments war (genauer gesagt Student, aber Musikstudenten sind oft bereits Meister) und mit der Fähigkeit ausgestattet, im Zusammenspiel mit den anderen nicht die Lautstärke, sondern die Finesse und den musikalischen Gehalt zu erhöhen. Sie trauten sich sogar, bei diesem Wettbewerb mit Cole Porters „All of You“ einen Standard zu spielen, dem sie mit ihrer Interpretation zu einer atemberaubenden Höhe verhalfen. Trauriger Trost für sie an diesem Abend: Die Letzten werden die Ersten sein.

Jürgen Kus

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