Einheitliche Routenführung

Gelungener Einstand: 60 Radler machen sich auf die knapp 20 Kilometer lange Radtour von Stiefenhofen nach Oberstaufen. Foto: privat

Seit dem vergangenen Herbst besteht in den beiden Landkreisen Oberallgäu und Lindau sowie in der Stadt Kempten eine einheitliche Radwegebeschilderung mit Übersichtstafeln. Passend dazu gibt es zwei Radkartensets mit Tourenheft und im interaktiven Tourenplaner können Gäste und Einheimische ihre Touren vorab planen. Jetzt erfolgte die offizielle Einweihung der Radwegebeschilderung bei einer Radtour rund um Stiefenhofen und Oberstaufen mit allerlei politischer Prominenz.

Unter der Federführung der beiden Landkreise und der Stadt Kempten konnte gemeinsam mit den Orten, örtlichen Ansprechpartnern und Bauhöfen, die einheitliche Radwegebeschilderung geplant und aufgestellt werden. Über beide Landkreise wurden insgesamt 1700 Kilometer Radwegenetz nach dem gültigen Standard „weißes Schild mit grüner Schrift“ beschildert. Auf dem Netz wurden darüber hinaus 37 Rundtouren ausgewiesen, die sich an verschiedenen Themen und regionalen Gegebenheiten orientieren. Die Landräte Elmar Stegmann und Gebhard Kaiser sowie Kemptens OB Ulrich Netzer (alle CSU) betonten die Bedeutung einer einheitlichen Beschilderung zur besseren Orientierung und Verbesserung der Freizeitinfrastruktur. „Damit können Bürger und Gäste die Schönheiten und Vielfalt der Landkreise vom Allgäu bis an den Bodensee noch besser erkunden und kennenlernen“, ist sich Landrat Kaiser sicher. Die Beschilderung sei auch notwendige Grundlage für das neue, derzeit entstehende, Leitprojekt: die „Allgäu RadRunde”. Wichtige Informationen Für den Radfahrer gibt es passend zur Beschilderung zwei Radkartensets bestehend aus übersichtlicher Radkarte im Maßstab 1:50 000 und dem passenden Tourenheft mit Beschreibung der Wegstrecke, Höhenprofil sowie den wichtigsten Tourenparametern wie Länge, nötige Kondition, Erlebniswert und Wegebeschaffenheit. In der Karte findet der Radler außerdem wichtige Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkten, Freizeitaktivitäten, Parkplätzen und ÖPNV. Die Sets sind für jeweils 4,90 Euro in den örtlichen Tourist-Informationen erhältlich. Dieselben Informationen werden auch auf Übersichtstafeln präsentiert, die in den Orten aufgestellt wurden und Gästen helfen, sich auch ohne Karte in der schönen Landschaft zu Recht zu finden. In einem letzten Schritt wurden das gesamte Wegenetz und alle Touren in den interaktiven Tourenplaner aufgenommen, der auf den Internetseiten der Landkreise sowie auf verschiedenen touristischen Plattformen der Orte integriert ist. „Mit diesem findigen Programm können Radfahrer sogar die passenden GPS-Tracks herunterladen oder sich individuelle Touren zusammenstellen und dabei auf der Strecke liegende Ausflugsziele und Gastronomie einplanen“, erklärte der Landrat Stegmann. Hohe Förderung Großteile des Projekts konnten mit einer 60-prozentigen Leader-Förderung umgesetzt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 126 000 Euro (Lindau), 266 000 Euro (Oberallgäu) sowie 30 000 Euro (Kempten). Die Kosten für Planung, Kartographie, Karte und Internet wurden von den beiden Landkreisen, die Kosten für Beschilderungs- und Befestigungsmaterial, Übersichtstafeln und Aufbau wurden von den Orten getragen. Leader-Manager Ethelbert Babl vom AELF Kempten erklärte, dass gegenüber den Planungen Einsparungen auf- grund guter Ausschreibungsergebnisse erzielt werden konnten. Voraussichtlich fließen um die 190 000 Euro Fördergelder. Die beiden Landräte sowie Kemptens OB Netzer bedankten sich bei den anwesenden Leader-Managern, den beteiligen Partnern in den Orten und den Projektleitern Nicole Dietrich (Oberallgäu), Sandra Denner (Lindau) und Andreas Rimmel (Kempten). Der besondere Dank Stegmanns galt der ehrenamtlichen Unterstützung vieler, allen voran Nikolaus Weh, der als hochmotivierter Radexperte einen großen Teil zum Gelingen des Projekts beigetragen habe. Gestärkt mit einem „Kräutertrunk“ aus dem Kräuterdorf Stiefenhofen, ging es im Anschluss gemeinsam mit rund 60 Radlern auf die 19,8 Kilometer lange Rundtour „Um die Kalzhofener Höhe“. Geleitet von Stiefenhofens Bürgermeister Anton Wolf und seiner Gästeamtsleiterin Annelore Zeh verlief die Fahrt mit stattlichen 426 Höhenmetern bei strahlendem Sonnenschein durch die malerische Landschaft des Westallgäus nach Oberstaufen und wieder zurück. Der anstrengende Anstieg auf dem Hompessenweg wurde mit herrlichen Fernblicken auf die malerische Voralpenlandschaft und den Hochgrat belohnt. Auch einige Radfahrer auf E-Bikes waren mit von der Partie. Zum Abschluss konnten die Radler die Sonnenstrahlen in einem Bier- und Kräutergarten genießen.

Meistgelesen

Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Stadtgeschichte: Die Kemptener Illerbrücken im Wandel der Zeit Teil 2
Stadtgeschichte: Die Kemptener Illerbrücken im Wandel der Zeit Teil 2
Bienen sterben leise – ganze Völker gehen verloren
Bienen sterben leise – ganze Völker gehen verloren

Kommentare