Langsamer als geplant

Einhub der König-Ludwig-Brücke verzögert sich

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Noch bis Mitte Juli wird das Loch zwischen den Pfeilern der historischen König-Ludwig-Brücke klaffen.

Kempten – Mit dem geplanten Einhubtermin an Pfingsten wird es nichts, denn die Sanierungsarbeiten der König-Ludwig-Brücke gehen etwas langsamer voran, als geplant. Nachdem es bereits eine Verzögerung bei der Herstellung des Witterungsschutzes gegeben hatte, gibt es nun auch eine bei der Sanierung des Holztragwerks, wie Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann im Bauausschuss informierte.

Abgeschlossen seien inzwischen die Holzsanierungsarbeiten am Ost- und Westfeld. Parallel zur Arbeit am Mittelfeld sei man derzeit an der Planung für Beschaffung und Einbau der Stahlbauteile zur Verstärkung der Windverbände. Abgeschlossen sei auch die Sanierung der Außenflächen der Nagelfluhpfeiler und -widerlager.

Bei dem durch thermische Arbeiten zum Lösen der Hängerschrauben verursachten und von einem „Nachtschwärmer“ bemerkten Schwelbrand an der König-Ludwig-Brücke am 11. April diesen Jahres, seien glücklicherweise „nur Bauteile betroffen, die sowieso ausgetauscht werden müssen“. Der effektive Brandschaden liege deshalb bei nur rund 5000 Euro und sei versichert.

Da sich beim Aushub der Brücke durch höherer Holzdichte und Feuchtigkeit auch ein höheres Gewicht ergeben habe, als ursprünglich berechnet, müsse nun das Einhubkonzept überplant werden. Zudem erhöhe sich das Gewicht durch den Austausch geschädigter Teile und der Stahlverstärkung. So könne zwar der Einhub am Ostfeld planmäßig mit einem Kran und am Westfeld mit zwei Kränen erfolgen. Da aber die Südbrücke der Belastung durch zwei größere Kräne, wie sie beim Aushub zum Einsatz gekommen waren, möglicherweise nicht standhalten könne, sollen beim Mittelfeld vier kleinere Kräne zum Einsatz kommen.

Die Durchführung ist nun für Kalenderwoche 28 und 29 vorgesehen, also vom 9. Juli bis 20. Juli 2018, und, wie Wiedemann bedauerte, „leider nicht wie geplant während der Ferien“, aber die Kräne seien nicht anders verfügbar. Nach jetzigem Stand werde der Schumacherring wegen des Einhubs vom 6. bis 21. Juli für den Verkehr gesperrt, genau könne es aber erst nach Abschluss der Planung benannt werden. Ziel sei es, bis Ende des Jahres mit allem fertig zu werden, wobei sich Restarbeiten, unter anderem die Außenanlagen mit Wegen und einem Spielbereich oder das vorgesehene Ausstellungssystem in der Brücke, „sicher noch bis zum Frühjahr 2019“ ziehen würden.

Eine Bauzeitverlängerung bedeute meist auch eine Kostenerhöhung, sprach Erwin Hagenmaier (CSU) aus Erfahrung. Die könne, so Wiedemann, „noch nicht konkret“ beziffert werden, aber es müsse mit 200.000 bis 300.000 Euro zusätzlich gerechnet werden.

Christine Tröger

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