Einmündung wird versetzt

17 leicht und 19 Schwer verletzte lautet die traurige Unfallbilanz aus den Jahren 2004 bis 2008 ausschließlich für die Einmündung von der Kaufbeurer in die Peter-Dörfler-Straße, die zum Kreiswehrersatzamt führt. Dringenden Handlungsbedarf sieht deshalb die Stadt. Die Einmündung soll jetzt versetzt und mit Abbiegespuren und Ampeln sicherer gemacht werden.

Eine durchgezogene Linie verbietet es Fahrern auf dem Weg stadtauswärts, links in die Peter-Dörfler-Straße abzubiegen. Nicht alle halten sich auch daran. Auch das Abbiegen in die Kaufbeurer Straße habe in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen geführt, erklärte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses. In Richtung der Firma Liebherr gebe es zudem noch Gewerbeflächen, die die Stadt erschließen müsse. Die Tankstelle sowie die Geschäfte in dem Gebiet erreicht man bisher durch eine niedriger gelegene Straße, die parallel zur Kaufbeurer Straße verläuft. Die will das Tiefbauamt jetzt verlängern. Die ursprüngliche Einmündung wird es dann nicht mehr geben. Eine neue soll in größerem Abstand zum Berliner Platz mit Abbiegespuren und einer Ampel sicheres Abbiegen gewährleisten. Der genaue Modus der Ampelschaltung sei noch nicht raus, so Wiedemann gegenüber dem KREISBOTE, sie soll sich aber an der „Grünen Welle“ vom Schuhmacherring her orientieren. „Wir halten die Hangkante großflächig frei“, erklärte Baureferentin Monika Beltinger. Neue Gewerbeflächen sollen die Landschaft nicht beeinträchtigen. Ein weiterer Vorteil der versetzten Einmündung: Die Kleingärten im Bereich Seggers werden darüber erreichbar sein. Einer Anregung des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Thomas Hartmann, erteilte Wiedemann eine Absage. Hartmann schlug statt einer Kreuzung dort einen zweispurigen Kreisverkehr vor. Damit könne man in der Zukunft auch das Bundeswehrgelände erschließen, vorausgesetzt, dass es eines Tages frei wird. Man müsse sich so außerdem nicht der grünen Welle unterwerfen. Laut Wiedemann sei diese Lösung jedoch mit großen „Einbußen bei der Leistungsfähigkeit“ verbunden, würde also den Verkehrsfluss behindern. Weil die Kaufbeurer Straße Bundesstraße ist, muss das staatliche Bauamt die entsprechenden Mittel zur Verfügung stellen. Das soll nach dem Willen des Tiefbauamtes schnell geschehen. Für den Ausbau der Erschließungsstraße muss die Stadt selbst aufkommen.

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