Einsatz in Berlin

OB Dr. Ulrich Netzer (v.l.), Generalstabsarzt Dr. Ingo Patschke, Generaloberstabsarzt und Inspekteur, Kurt-Bernhard Nakath, und Staatssekretär Dr. Gerd Müller. Foto: privat

Staatssekretär Dr. Gerd Müller und OB Dr. Ulrich Netzer (beide CSU) haben sich vergangene Woche erneut gemeinsam für den Erhalt des Bundeswehrstandortes Kempten eingesetzt. Bei einem Gespräch mit Generaloberstabsarzt Kurt-Bernhard Nakath, Inspekteur des Sanitätsdienstes, und seinem designierten Nachfolger Generalstabsarzt Dr. Ingo Patschke in Berlin am vorvergangenen Dienstag wiesen sie auf die zahlreichen Standortvorteile und die lange Tradition der Bundeswehr in Kempten sowie die enge Verbundenheit mit den Soldaten.

„Dass die Umsetzung der Bundeswehrreform auch ganz konkrete Folgen für einzelne Standorte hat, ist unvermeidbar, aber es gibt zahlreiche Argumente dafür, am attraktiven und traditionsreichen Kemptener Standort festzuhalten“, so Staatssekretär Müller. „Das Miteinander zwischen Bundeswehr und Bevölkerung funktioniert bei uns in Kempten seit Jahrzehnten hervorragend und wir bieten den Soldatinnen und Soldaten eine familienfreundliche Umgebung sowie einen pulsierenden Wirtschaftsstandort mit Arbeitsplatzchancen auch für die Ehepartner“, betonte OB Dr. Netzer gegenüber dem obersten truppendienstlichen Vorgesetzten des militärischen Organisationsbereiches. Tiefe Verbundenheit Die größte Bundeswehreinheit vor Ort ist das Gebirgssanitätsregiment 42 an der Kaufbeurer Straße mit knapp 800 Planstellen insgesamt; dazu kommen das Kreiswehrersatzamt und das Fachsanitätszentrum. Die Verbundenheit mit der Region wurde nicht zuletzt durch die Verleihung des Beinamens „Allgäu“ an das Regiment im Mai 2009 dokumentiert. Kempten, die älteste schriftlich erwähnte Stadt Deutschlands, blickt auch auf eine lange Tradition als ständige Garnisonsstadt seit 1807 zuruck. Damit gehört die Allgäu-Metropole zu den ältesten Militärstandorten Bayerns. Außerdem gilt Kempten als „Wiege der Gebirgstruppe“: Seit 1935 bildete das Kemptener Gebirgsjägerbataillon den Stamm fur die Aufstellung der ersten bayerischen Gebirgsjägerbrigade und später der ersten bayerischen Gebirgsdivision. Das Sanitätsregiment verfügt darüber hinaus uber eine langjährige Kooperation mit dem Roten Kreuz und den Johannitern sowie eine über 15-jährige Zusammenarbeit mit dem örtlichen Klinikum.

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