Einsatz für Kinder und Familien

Einen kurzen Einblick in die Arbeit der Kinderkommission in Kempten gab die Beauftragte für Kinder und Familie des Stadtrats und Vorsitzende der Kommission, Claudia Dress (CSU), in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Außerdem war ein „familienfreundlicher ÖPNV“ Thema im Ausschuss. Die Kinderkommission informiere sich über kinderrelevante Themen und setze sich für wichtige Themen ein, erläuterte Dress. Ihre Anregungen und Vorschläge versucht die Kommission dann im Jugendhilfeausschuss einzubringen und übernimmt dabei eine beratende Funktion. „Außerdem wird es einen Austausch mit der Kinderkommission im Landtag geben“, verkündete die Stadträtin. In naher Zukunft beschäftige sich die Kommission Dress zufolge mit der Spielplatzsituation in Kempten.

Ein aktuelles Thema sei jedoch der ÖPNV, der für alle wichtig sei, führte sie an. Daher habe die Kinderkommission in ihrer letzten Sitzung „ein Papier erarbeitet“, das ihrer Ansicht nach einen familien- und kinderfreundlichen Personennahverkehr ausmacht. Schlagworte seitens der Kommission sind dabei Kundenfreundlichkeit, Sicherheit, Sauberkeit, Barrierefreiheit und Bedarfsgerechtigkeit. „Attraktiv wird der Personennahverkehr für Familien und Kinder durch eine familiengerechte Tarifgestaltung wie zum Beispiel ein Familienticket oder eine Familienjahreskarte“, brachte Dress die Überlegungen der Kommission hervor. Weitere Vorschläge sind eine ÖPNV-Jahreskarte für Jugendverbände, attraktive Kombi-, Mobilitäts- oder Freizeittickets, Park&Ride, Ausbau des flexiblen Anruf-Sammeltaxi (AST), kürzere Taktzeiten, Fahrplanauskünfte, besser auf die verschiedenen Anforderungen abgestimmte Linienführungen, bürgerfreundliche Haltestellen und unter dem Motto „Stadt und Land, Hand und Hand“ den ländlichen Raum berücksichtigen oder Verkehrsverbünde mit dem Landkreis bilden. Eine besondere Empfehlung der Kinderkommission ist eine Partizipation der Bevölkerung, um die speziellen Interessen von Kindern, Jugendlichen, Frauen, Familien und Senioren zu berücksichtigen. Des weiteren sei ein Familienticket mit der Gültigkeit von einem Jahr in Verbindung mit einer Familienkarte als Geschenk zur Geburt eines Kindes vorstellbar, erläuterte Dress. Dagmar Lazar, stellvertretende Leiterin des Amts für Wirtschaft und Stadtentwicklung, bedankte sich für die Anregungen seitens der Kinderkommission und erklärte, dass ein Großteil der angesprochenen Punkte im Entwurf des Nahverkehrsplans erhalten ist, andere Punkte werden bereits jetzt umgesetzt. „Der Nahverkehrsplan dient als Handlungsrichtlinie“, so Lazar. Beim Schülerverkehr sieht sie Handlungsbedarf für die Zukunft, um die Situation an der ZUM zu verbessern. Eine Maßnahme dafür wäre Herbert Beck von der Kemptener Verkehrsbetriebe und Beteiligungsgesellschaft (KVB) zufolge Schüler direkt vom Wohnort zur Schule zu befördern. Ein Ziel sei, die ÖPNV-Tarife in Stadt und Landkreis anzupassen, so Lazar. Weitere Vorschläge der Kommission könnten im Zuge der weiteren Planungen zum Nahverkehrsplan berücksichtigt werden, sagte sie. Geplant sei, so Lazar, eine Arbeitsgruppe einzurichten, in der auch die Kinderkommission vertreten ist. „Der Entwurf für den Nahverkehrsplan liegt bereits vor, am 19. Juli folgt die Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss“, schilderte sie. Im Herbst folge dann der Beschluss im Stadtrat.

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