Die Einstiegshelferinnen

Was will ich für einen Beruf ergreifen? Wie schreibe ich meine Bewerbung? Will mich überhaupt irgendein Betrieb? Fragen wie diese gehen in diesen Tagen wohl allen Schülerinnen und Schülern durch den Kopf, die im Sommer ihre Schullaufbahn beenden. Für Schüler der Abschlussklassen von Haupt- und Förderschulen sowie arbeitslose junge Erwachsene bis 25 Jahre gibt es das kostenlose Angebot „Hilfen zum Berufseinstieg“, das unbürokratisch dabei unterstützt, Antworten auf diese Fragen zu finden.

Getragen wird das Angebot vom Sozialpädagogischen Fachdienst Kempten der Katholischen Jugendfürsorge. „Jetzt sollten sich die Schüler mit ihrem Halbjahreszeugnis beziehungsweise ihrer Halbjahresinformation auf die Suche nach einer Lehrstelle machen", sagt Diplom-Pädagogin Heike Dorn, Leiterin des Fachdienstes. Mit den „Hilfen zum Berufseinstieg“ steht sie zusammen mit zwei Kolleginnen und einem Kollegen Schülerinnen und Schülern dabei tatkräftig zur Seite. „Es ist höchste Zeit ein Praktikum zu machen, um sich zu orientieren, und Bewerbungen zu schreiben", betont sie. Doch genau da liegt oftmals das große Problem der Jugendlichen: „Die Schüler bekommen zwar im Unterricht vermittelt, wie eine Bewerbung aussehen und was sie enthalten soll, bei der praktischen Umsetzung brauchen allerdings viele Unterstützung“, erklärt Diplom-Sozialpädagogin Jutta Stark. „Im regulären Unterricht ist dafür natürlich keine Zeit. Viele schämen sich auch dafür, dass sie nicht wissen, wie sie ihr Anschreiben formulieren sollen. Andere brauchen dagegen vielleicht noch Hilfe überhaupt einen für sie geeigneten Beruf zu finden", so Stark weiter. Aus diesem Grund kommen die vier Mitarbeiter dieses Angebots direkt an die Schulen und haben dort wöchentlich feste Sprechzeiten während des regulären Unterrichts. So haben die Schüler kurze Wege und eine möglichst niedrige Hemmschwelle, Hilfe anzunehmen. Jede Woche kommt der gleiche Mitarbeiter an die Schule, zum Schuljahresbeginn hat er sich der ganzen Klasse vorgestellt, seine Hilfe angeboten – das erleichtert es den Jugendlichen Vertrauen aufzubauen. Keiner muss, aber jeder kann diese Sprechzeiten nutzen, um sich ganz persönliche Tipps und Ratschläge zu holen. In den Einzelgesprächen ist der Rahmen persönlicher, um mit den Jugendlichen über ihre jeweiligen Nöte und Sorgen zu sprechen; vor der versammelten Klasse gibt ein Schüler nur ungern zu, dass er zu Hause zwar einen Computer hat, auf dem er seine Bewerbung schreiben könnte, aber vielleicht keinen Drucker, um sie auszudrucken, oder keinen Zugang zum Internet, um nach offenen Stellen zu suchen. Auch bei solchen handfesten Problemen wird den Jugendlichen dann sehr unbürokratisch geholfen. Enger Kontakt zum Arbeitsamt Ein weiterer Vorteil dieses Angebots: Die Mitarbeiter stehen in engem Kontakt zur Bundesagentur für Arbeit und können, sollte es nicht auf Anhieb mit einer Lehrstelle klappen, auch bei der Vermittlung von weiteren Maßnahmen wie einem Berufsvorbereitungsjahr helfen. Damit eröffnen sich für die Ju-gendlichen Perspektiven für ihre Zukunft. Das Angebot „Hilfen zum Berufseinstieg“ bietet der Sozialpädagogische Fachdienst an den Hauptschulen in Dietmannsried, Altusried, Buchenberg, Oy-Mittelberg, Waltenhofen sowie in den Be-rufsschulen I und III und im Förderzentrum St. Georg in Kempten. Interessierte können sich aber auch direkt an den Fachdienst wenden, und zwar in der Kemptener Linggstraße 4 unter der Telefonnummer 0831/27289 oder per E-mail unter der Adresse SPFD@ejv-kempten.de.

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