"Das gibt‘s nur einmal!"

Einweihung des Wohnprojekts Industriedenkmal "Sheddachhalle"

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Gemeinsam mit Mietern, Planern, Handwerkern und viel lokalpolitischer Prominenz feierte die Sozialbau am vergangenen Freitagnachmittag offiziell die Einweihung ihres Wohnprojekts „Industriedenkmal Sheddachhalle“ in der Keselstraße.

Kempten – Mit der Revitalisierung und Umwidmung eines Industriedenkmals hat die Sozialbau GmbH ein städtebauliches Zeichen gesetzt.

In der ehemaligen Spinnerei und Weberei, die einst in der alten Sheddachhalle an der Iller untergebracht waren, sind 46 moderne Loft-Mietwohnungen entstanden. 

Ab diesem Sommer bezogen immer mehr Mieter das moderne, urbane Wohnquartier in der Keselstraße. Worauf die Sozialbau besonders stolz ist, ist die Tatsache, dass trotz der Exklusivität der Wohnanlage bezahlbarer Wohnraum entstanden ist. Die Fertigstellung des Wohnbauprojektes wurde nun am vergangenen Freitagnachmittag von der Sozialbau mit den Mietern, Planer, Handwerkern und vielen Stadträten gebührlich gefeiert. "Holländisch wohnen" Das neue Wohnquartier wirkt ein wenig wie ein altes holländisches Viertel. Im Innenhof, der von der alten Stahlkonstruktion transparent überdacht wird, stehen die eingeschossigen Wohneinheiten, die alle über einen eigenen separaten Eingang verfügen dicht nebeneinander. 

Wie in Holland gewähren die großen Fenster einen Blick in das Innere der Wohnungen. Geschlafen wird im Obergeschoss. Zum Innenhof hin haben alle Wohneinheiten eine Art kleine Terrasse, die von vielen Mietern schon geschmackvoll bestuhlt worden ist. „Es ist eine etwas andere Art zu wohnen, aber wir fühlen uns hier richtig wohl“, sagt ein junges Ehepaar, das es sich am sonnigen Freitagnachmittag vor ihrem Loft gemütlich gemacht hat. Die äußeren Wohneinheiten haben sowohl zur Keselstraße als auch zur Iller hin einen kleinen Balkon. In einer im Untergeschoss angelegten Tiefgarage, stehen den Mietern Stellplätze für ihre Fahrzeuge zur Verfügung. 

46 Loft-Wohnungen von 50 bis 128 Quadratmeter Wohnfläche enstanden so vor Ort in der Keselstraße. Gemeinsam mit dem Neubauprojekt „MehrGenerationenWohnen“ mit 36 Wohnungen in Kempten-Thingers und dem in Kürze fertigen Umbau des bisherigen Bundeswehr-Lazaretts am Haubensteigweg mit 53 Familienwohnungen und 45 Studentenappartments ist das Wohnprojekt „Sheddachhalle“ Teil des „Kemptener Modells“. Der besondere Mehrwert der Mietwohnungen im „Kemptener Modell“ besteht darin, dass nicht nur die Neubauwohnungen für die „bürgerliche Mitte“ um circa zwei Euro pro Quadratmeter auf rund acht Euro pro Quadratmeter verbilligt werden, sondern rund 250 bisher nicht mietpreisgebundene Mietwohnungen der Sozialbau neu als geförderte Wohnungen, Haushalten mit Wohnberechtigung für circa 5,50 Euro pro Quadratmer zur Verfügung stehen und sozial räumlich entzerrt über den gesamten Bestand der rund 4000 Sozialbau-Wohnungen belegt werden. 

Jörg Spielberg

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