Einzelhäuser statt Wohnkasernen

Einen Rückzieher musste der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschließen: Statt dichter Wohnbebauung mit Geschosswohnungen und Wohnhöfen sollen auf der Jakobswiese ab 2010 Einzel-, Doppel- und Kettenhäuser von der Sozialbau gebaut werden – und das in möglichst aufgelockerter Form. Der Stadtrat stimmte diesem Vorhaben am Donnerstagabend ebenfalls zu.

Der Beschluss sieht zwei entscheidende Änderungen im Bebauungsplan „Jakobswiese“ vor. Zum einen soll damit im Bereich zwischen Stadtbadstraße, Alfred-Weitnauer-Straße und dem Fußweg südlich des Lena-Christ-Wegs der Weg frei für Reihen-, Doppel- und Kettenhäuser gemacht werden. Ad acta gelegt sind damit die ursprünglichen Pläne für eine dichte Wohnsiedlung mit Kindergarten. Dafür bestand keine Nachfrage, wie Uwe Weißfloch vom Stadtplanungsamt einräumte. Stattdessen sollen dort nun zehn Kettenhäuser und acht Doppelhaushälften in zweigeschossiger Bauweise gebaut werden. Dabei sollen die Doppelhäuser nach Süden und die Kettenhäuser nach Südwesten ausgerichtet werden. Im Bereich nördlich und südlich des Haubensteigwegs sieht die Planänderung eine aufgelockerte Einzelhausbebauung mit 14 Gebäuden vor. Zudem sei ein etwa 1100 Quadratmeter großer Spielplatzbereich geplant, wie Uwe Weißfloch berichtete. Dem Neubaugebiet zum Opfer fällt der jetzt vorhandene Bolzplatz. Da aber zwei Tennis-Plätze schließen, könnten diese künftig von den Kindern zum Spielen genutzt werden. Nicht ganz einverstanden zeigte sich Grünen-Stadtrat Thomas Hartmann. Er kritisierte, dass auf dem Dach der Kettenhäuser keine Solaranlagen aufgestellt werden können, da die Häuser nicht optimal südlich ausgerichtet seien.

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