Die Elektronik soll’s richten

Ein elektronisches System zur Besucherzählung gekoppelt mit einem elektronischen Kassensystem wird heuer erstmals für die Allgäuer Festwoche eingeführt. Laut Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher soll das neue Einlasssystem helfen, die Situation an den Eingängen zu entschärfen. Das heißt, dass wartende Besucher künftig in das an manchen Tagen überfüllte Gelände hereingelassen werden können, wenn andere es verlassen. Außerdem sollen Personen, die Tische reserviert haben, jederzeit auf das Festgelände kommen können.

Die Besucherzahl wird so künftig durch einscannen der Eintrittskarten am Eingang ermittelt. Zudem werden die Personen gezählt, die die Festwoche verlassen. Dufner-Wucher erläuterte, dass alle Kassen miteinander vernetzt werden. Die Details werden derzeit mit der beauftragten Firma geklärt. Zur Erleichterung des Kassensystems werde die „Kasse 6“ (Salzstraße) in diesem Jahr komplett geschlossen, so die Festwochenleiterin weiter. Nur rund fünf Prozent der Besucher würden diesen Eingang nutzen, begründete sie diese Maßnahme. „Der Übergang bleibt aber bestehen“, versicherte Dufner-Wucher. Ab 19.30 Uhr werden außerdem künftig die Kassen 2 (Zum) und 5 (Bodmanstraße) geschlossen. Grund für die Schließung sei, dass die Frequentierung um diese Zeit sehr stark nachlasse. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) begrüßte die Umstellung auf das elektronische Eingangssystem. „Damit kommen wir den Kritikpunkten der vergangenen Jahre entgegen“, frohlockte er und lobte das „atmende System“. Gespannt sei er, bei wie vielen Leuten, bei welcher Zahl, „wirklich voll ist“. „Das werden wir im ersten Jahr lernen müssen“, so der OB. Der Festwochenbeauftragte des Stadtrats, Herbert Karg (FW), zeigte sich sehr erfreut, dass das „elektronische Ticketing“ bereits in diesem Jahr zum Tragen komme. Thomas Hartmann (Grüne/FL) schlug vor, dass man das elektronische Zutrittssystem mit der Internet-Plattform der Allgäuer Festwoche verbinden solle. Damit soll den Besuchern die Gelegenheit gegeben werden, im Internet zu schauen, ob es noch eine Chance gibt, auf das Gelände zu kommen. Diesen Vorschlag bezeichnete Dufner-Wucher als „gute Anregung“, die bereits aufgegriffen worden sei. Außerdem, mahnte Hartmann an, solle das Zutrittssystem vor der Festwoche in einer Echt-Situation geprüft werden, damit es im Ernstfall keine technischen Probleme gäbe. „Die beauftragte Firma wird das erste Wochenende da sein“, erklärte der technische Leiter der Festwoche, Robert Wail. Die Kapazitäten für das System seien vorhanden, sagte er.

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