Das Ende einer langen Ära

Klaus Meyer mit Frau Ilona bei seiner Verabschiedung. Nach 24 Jahren als Vorsitzender stellt er sein Amt zur Verfügung. Foto: moriprint

Beim Gang durch die Einrichtungen der Lebenshilfe Kempten hat er für jeden eine liebevolle Umarmung, ein freundliches Wort, ein Lächeln, ein Schulterklopfen. Es gibt kaum jemanden, den er nicht beim Namen kennt. Hinzu kommt sein ehrenamtliches Engagement für die Elterninitiative und die daraus entstandenen Hilfen und Einrichtungen. Kurz: Klaus Meyer hat mit seinem Einsatz maßgeblich dazu beigetragen, dass Menschen mit einem Handicap selbstverständlicher zum Stadtbild gehören. Klaus Meyer hat in Kempten und darüber hinaus Lebenshilfe-Geschichte geschrieben. Jetzt geht diese Ära zu Ende.

Nach mehr als 32 Jahren Vorstandstätigkeit, davon 24 Jahre als Vorsitzender, stellte Meyer vergangene Woche sein Amt bei den Neuwahlen zur Verfügung. Wohlüberlegt hat er dafür bereits in den vergangenen acht Jahren Bernhardt Schmidt zu seinem Nachfolger aufgebaut. Dennoch: Loslassen wird die Kemptener Elternvereinigung Klaus Meyer nicht: Die Mitgliederversammlung (siehe eigener Bericht) wählte den 69-Jährigen zum erst zweiten Ehrenvorsitzenden in der Vereinsgeschichte. Der Lebenshilfe treu Gerührt erklärte der zweifache Familienvater: „An meiner engen Verbundenheit zur Lebenshilfe Kempten wird sich nichts ändern.“ So wird er auch künftig den Verein weiter unterstützen. Zudem hat er noch den Vorsitz im Verwaltungsrat der Allgäuer Werkstätten inne und im Vorstand des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern ist er ebenso weiterhin aktiv. Darüber hinaus ist er seit der Gründung Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Lebenshilfe Kempten. „Der Umgang mit und die Arbeit für Menschen mit Behinderung erfordert eine andere Qualität.“ Für ihn, die „weißhaarige Eminenz“ bei der Lebenshilfe Kempten ist das eine Herzensangelegenheit. Er sieht sich – und jedes Mitglied – als „Botschafter“. Dank an Ehefrau Für Klaus Meyer ist es wichtig, dass die Lebenshilfe sich den Charakter als Selbsthilfe-Vereinigung bewahrt. „Unsere Tochter Melanie war auch immer Ansporn für mein Engagement“, sagt er. Seine einstimmige Wahl zum Ehrenvorsitzenden „teilt“ er mit seiner Frau Ilona. „Ohne ihre Rückendeckung, ohne ihre Unterstützung und Ermunterung, ohne ihr Verständnis hätte ich dieses Amt nicht so viele Jahre ausfüllen können“, zeigte sich der neue Ehrenvorsitzende vergangene Woche bei der Jahreshauptversammlung des Lebenshilfe-Vereins von dem nicht enden wollenden Beifall der anwesenden 82 Mitglieder und weiteren Gäste zu seiner Wahl sehr bewegt. Meyer: „Eine große Lebenshilfe-Familie zu sein, ist der beste Schutz für die Menschen mit Behinderung und ihre Familien, die sich uns anvertrauen.“

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