Am 26. Oktober fällt die Entscheidung

Spannende Wochen in Aussicht

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Auch diese Gebäude in der südlichen Altstadt werden abgerissen, egal welcher Investor das Rennen macht.

Isny – Jetzt kommt wieder Bewegung in die Interessengruppen, Initiativgruppen und politischen Gruppierungen rund um die Altstadt Süd. Was hat man alles gemacht um diese Situation zu entschärfen und irgendwie in ein ruhiges Fahrwasser zu bekommen was sich da aufgestaut hat.

Ein Bürgerentscheid kommt am 26. Oktober. Also genau das, was mit dem Bürgerbegehren, der Vorstufe des Bürgerentscheids, beabsichtigt war.

Nach einigen Wochen scheinbarer Ruhe zur Erinnerung: Die demokratische aber nicht besonders faire Entscheidung des Gemeinderates sorgte mit einem 10:8-Ergebnis für die Auswahl des Barfüßer-Konzepts und führte bei einer ganzen Reihe von Bürgern zu Unmut und Frust. Da lag es nahe, einen Bürgerentscheid zu versuchen und die Vorstufe wurde von den Initiativgruppen auch erreicht. Jetzt aber melden sich auch Befürworter des Gemeinderatsbeschlusses zu Wort und auch die Stadtverwaltung tendiert in diese Richtung. So ist die Auswertung der Planungswerkstatt, wie den Initiatoren rund um die „Denkbar“ schriftlich mitgeteilt wurde, aus verschiedenen Überlegungen heraus von dort aus nicht mehr auf den 29. September terminiert, sondern sollte auf den 1. Dezember verschoben werden.

Keine Frage, da regt sich Widerspruch aus diesen Reihen, denn gerade diese Ergebnisse der Arbeitsgruppen scheinen sie doch für die Findung eines gangbaren Weges beim Bürgerentscheid von Wichtigkeit. Die Stadtverwaltung selbst hat allerdings eine Infoveranstaltung angesetzt. Am 15. Oktober um 19 Uhr im Isnyer Kurhaus sollen noch einmal die Fakten auf den Tisch und nach wie vor ist es durchaus nicht sicher, wie der Bürgerentscheid dann laufen wird. Gerade den Initiativgruppen scheint diese Veranstaltung wieder etwas einseitig. Warum denn die Bürger in die Arbeitsgruppen nehmen, wenn das Ergebnis hinausgeschoben werden soll bis die Entscheidung schon getroffen ist? Diese Frage stellt sich allerdings auch den Gemeinderäten soweit sie dazu befragt werden konnten.

Öffentlichkeit informieren

Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Edwin Stöckle, will über den Gemeinderat durchsetzen, dass am 29. September trotzdem die Öffentlichkeit informiert wird. Die Gruppierung um die „Denkbar“ hat mit der Moderatorin der „Planungswerkstatt Marktplatzgestaltung“, Anne Ammann, gespro- chen, die ebenfalls etwas überrascht reagierte. Jetzt muss abgewartet werden, ob sie bei der Präsentation der Vorschläge für die Marktplatzgestaltung etwas tut. Es wäre schade, wenn die ganze Sache auch hier wieder ein „Geschmäckle“ bekommt. Weder Stadtverwaltung noch Gemeinderat haben das nötig.

In einem Gespräch mit Christoph Eyssel von der „Denkbar“ wurden von ihm noch einmal verschiedene Dinge angesprochen. „Man sollte doch vor allem mal davon ausgehen, dass jeder bemüht ist eine Lösung für Isny zu finden, die Sinn macht. Es geht um einen breiten Input für den Gemeinderat und den Initiativgruppen, nicht um eine einheitliche Stimme – das ist im Augenblick noch nicht gewollt. Vielfalt und nicht Einfalt sollen aufgezeigt werden.

Über die Meinung der Stadtverwaltung und der einzelnen Fraktionen des Gemeinderats wird wenn möglich in der nächsten Woche berichtet. Allen ist es aber ein Anliegen, dass möglichst viele Bürger zur Abstimmung gehen. Egal wie das Ergebnis ausfällt, anschließend soll man sagen können: „Darüber habe ich mit entschieden...“

Manfred Schubert

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