Bis zu 420 Wohneinheiten sollen entstehen

Endlich Spatenstich Halde Nord

Der traditionelle Spatenstich für ein großes Wohnbauprojekt auf der
Halde Nord: Bauherrn sind die Stadt Kempten, vertreten durch OB
Thomas Kiechle (3.v.li) und das Kemptener Kommunalunternehmen
KKU, vertreten durch Thomas Siedersberger (li.), Projektleiterin vor
Ort ist Julia Reichart (2.v.re.), Amt für Tiefbau und Verkehr, sowie Sebastian Klinger (re) vom gleichnamigen Ingenieurbüro. Ferner sind
auf dem Foto Franz Schonlau (2.v.li.) von Bayern Grund und Wolfgang Dorn (r.v.re.), von der Baufirma Josef Hebel.
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Der traditionelle Spatenstich für ein großes Wohnbauprojekt auf der Halde Nord: Bauherrn sind die Stadt Kempten, vertreten durch OB Thomas Kiechle (3.v.li) und das Kemptener Kommunalunternehmen KKU, vertreten durch Thomas Siedersberger (li.), Projektleiterin vor Ort ist Julia Reichart (2.v.re.), Amt für Tiefbau und Verkehr, sowie Sebastian Klinger (re) vom gleichnamigen Ingenieurbüro. Ferner sind auf dem Foto Franz Schonlau (2.v.li.) von Bayern Grund und Wolfgang Dorn (r.v.re.), von der Baufirma Josef Hebel.

Kempten – Nach einem langen Planungsprozess von etwa 15 Jahren ist es nun endlich soweit. Die Erschließungsarbeiten im Neubaugebiet Halde im Kemptener Norden starten. Vergangenen Dienstag, unter wolkenverhangenen Himmel und immer wieder vorbeiziehenden Schneeschauern, wurde mit dem traditionellen Spatenstich der offizielle Startschuss für die Tiefbauarbeiten gegeben.

„Es ist ein herausforderndes Baugebiet“, eröffnete Thomas Kiechle, Oberbürgermeister der Stadt Kempten, den kleinen Festakt. Es habe viele Hürden und viele Gespräche gegeben. „Doch nun ist der lang herbeigesehnte Tag da.“ Auf dem Neubaugebiet Halde entstehen etwa 230 Baugrundstücke mit bis zu 420 Wohneinheiten, die durch 3,3 Kilometer an Wohngebietsstraßen und 1,9 Kilometer an Gehwegen miteinander verbunden werden. „Es entstehen 100.000 Quadratmeter Zukunft“, erklärte stolz der Oberbürgermeister. „Eine Wohnbauoffensive mit hoher Dynamik.“

Das Neubaugebiet werde in die landschaftliche Umgebung harmonisch eingebettet. Es soll ein attraktives, schönes Wohngebiet mit zwei Kindergärten und drei öffentlichen Spielplätzen entstehen. Ausgedehnte Grünflächen, ein neuer Bachlauf und über 70 Baumstandorte entlang der Erschließungsstraßen sollen Nähe zur Natur und Erholung bieten. Im Umfeld des Baugebietes sollen zudem 80.000 Quadratmeter Grünflächen zum Ausgleich für die Natur geschaffen werden, erläuterte Kiechle. Daneben werde besonderer Wert darauf gelegt, die Sammelstraße zuerst fertigzustellen und die direkte bauliche Anbindung an die bestehende Halde erst zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen. Durch diese Maßnahme könne ein Baustellenverkehr durch die bestehende Halde verhindert werden, erklärte er. „Die LKW-Bewegungen werden auf ein Mindestmaß beschränkt“, ergänzte Wolfgang Dorn von der Geschäftsführung der Bauunternehmung Josef Hebel. Darüber hinaus werde auf eine ressourcenschonende Umsetzung geachtet, bekräftigte Dorn. „Die Schaffung von Wohnraum entspricht voll dem Megatrend. Ich freue mich, dass es los geht und wünsche dem Bauvorhaben einen unfallfreien Verlauf“, betonte der Vorsitzende.

Franz Schonlau, Geschäftsführer des Erschließungsträgers BayernGrund, beglückwünschte die Stadt Kempten zu diesem Wohnbauprojekt. Der Planungsverlauf sei komplizierter als die Umsetzung, resümierte Schonlau. „Wenn gebaut wird, ist das Schlimmste bereits geschafft.“ Bis 2024 werde in vier Bauabschnitten auf dem Areal ein lebenswertes, lebendiges Stadtquartier für die Kemptener Bürger entstehen, so Schonlau. Die ersten Baugrundstücke können ab Januar 2023 bebaut werden.

Bis Ende 2024 sollen die gesamten Erschließungsarbeiten, wie beispielsweise Kanal- und Wasserleitungsbau, Entwässerungsarbeiten, Stromund Telefonanbindung, fertigstellt sein. Bereits dieses Jahr sei die Vermarktung von 100 Einzelwohneinheiten geplant, freute sich Kiechle.

Christine Reder

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