"Energiekonzept macht stolz"

Seit Anfang des Jahres ist es fertig: das neue Bürogebäude der Firma Dachser. Die Besonderheiten des Baus erläuterten Architekt Thomas Hörmann, Bereichsleiter Bau & Immobilien, und Michael Schilling, Geschäftsführer European Network Management & Logistic Systems, am Mittwoch im Rahmen einer Führung. Das neue Gebäude E bietet Platz für 350 Mitarbeiter und ist nach neuesten energetischen Standards konzipiert.

Die Planung des Verwaltungsgebäudes übernahm die hausinterne Abteilung Bau & Immobilien, Architekt ist Thomas Hörmann. „Die Bauarbeiten für das neue sechsgeschossige Gebäude begannen im April 2008, bezogen werden konnte es planmäßig zum Jahreswechsel“, so Hörmann. Insgesamt hat das Haus 10000 Quadratmeter Nutzfläche. „Die Kosten für die Immobilie betrugen 20 Millionen Euro“, führte der Architekt an. Im Eingangsbereich, das die Firma Forum nennt, erwartet die Besucher eine großzügige Fläche mit multimedialen Präsentationsmöglichkeiten. Hörmann zufolge soll das die Geschichte und die Zukunftsvisionen der Firma präsentieren und die Besucher sollen einen Einblick in die Welt von Dachser bekommen. „Hier können auf Anfrage auch externe Veranstaltungen stattfinden“, meinte Schilling. Die Wand aus Felssteinen und das große Dachser-Schild, das vor dem Gebäude auf dem Boden steht, sollen laut Schilling die Bodenhaftung der Firma zeigen. Im Basisgeschoss ist auch das Betriebsrestaurant untergebracht, das täglich von knapp 300 Mitarbeitern besucht wird. In den Etagen eins bis vier befinden sich Büros, wo Platz für 350 Mitarbeiter ist. Im fünften Obergeschoss gibt es zwei Konferenzräume, von denen man einen Blick über die Stadt bis in die Alpen hat. Im Untergeschoss wurden Lager- und Technikräume sowie eine Tiefgarage realisiert. „Das Energiekonzept macht stolz und ist ein Highlight des Baus“, sagte Geschäftsführer Schilling. Das Gebäude kann über drei Quellen beheizt werden. Zum einen sind rund um das Haus 88 Erdsonden in 40 Meter tiefe versenkte worden. Die dem Erdreich entnommene Wärmeenergie wird so über eine Wärmepumpe aufgewärmt und dient zur Beheizung. Zum anderen liefert die überschüssige Wärme des Dachser-Rechenzentrums Energie, die dem neuen Gebäude E zugeführt und über die Decken in den Büroräumen sowie über Fußbodenheizungen im Erdgeschoss und im Konferenzgeschoss zur Beheizung verwendet wird. Als Reserveenergiequelle dient ein Gasheizkessel eines Nebengebäudes, der lediglich für Spitzenlastabdeckungen zu Einsatz kommen soll. „Das Gebäude kann annähernd ausschließlich über Erdwärme und Wärme aus dem Rechenzentrum geheizt werden und hat keine Gas- oder Ölheizung“, frohlockte Hörmann. In warmen Monaten kann die Kälte aus der Erde zur Kühlung des Gebäudes genutzt werden.

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