Mit der Energieeffizienzberatung Einsparpotentiale entdecken

Energiefressern auf der Spur

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Durch die kfW-Energieeffizienzberatung entdeckte Christoph Herrmann viele Einsparpotentiale im Geschäft, zum Beispiel auch bei der Schaufensterbeleuchtung.

Lindenberg – Christoph Herrmann von Betten Specht ist der erste Lindenberger Einzelhändler, der die kfW-Energieeffizienzberatung für kleinere und mittlere Unternehmen in Anspruch genommen hat.

Der Energieberater kam für ein Vorgespräch. Dann war er einen Tag im Haus und hat detailliert Geräte, Leuchtmittel, Heizung, Dämmung und bauliche Situation angeschaut. Anschließend gab es eine Auswertung, die alle Möglichkeiten samt erforderlichen Aufwendungen und Amortisationszeit auflistete. 

Sie brachte für den Unternehmer verblüffende Ergebnisse. Allein mit dem Abdichten einer nicht ganz passgerecht schließenden Tür kann er 250 Euro im Jahr einsparen. Die kfW-Beratung und Auswertung erfolgte 2012. Inzwischen hat Christoph Herrmann 1950 Euro für verschiedene energieoptimierende Maßnahmen ausgegeben und hat dafür jährlich um 1250 Euro geringere Energiekosten. „Ich bin anfangs von ganz anderen Tatsachen ausgegangen“, berichtet der Firmenchef. Er dachte, der Energieberater werde ihm aufwändige Investitionen ans Herz legen: verbesserte Heizanlage oder stärker verglaste Schaufenster. Doch in der Auswertung erfuhr der Lindenberger Einzelhändler, dass sich neue Schaufenster erst in 21 Jahren amortisieren. Also hat das noch Zeit, denn es gibt vordringlichere und effizientere Maßnahmen. Das komplette Abschalten der Heizanlage während der Nicht-Heizperiode erfordert nur einen Knopfdruck und erspart jährlich 400 Euro. 

Die zu groß dimensionierte Heizkreislaufpumpe ließ er sofort auswechseln. Die neue Pumpe kostete 400 Euro, doch die jährliche Energieeinsparung beträgt 250 Euro. Ein alter Server erwies sich als Stromfresser. Er ist inzwischen außer Betrieb gesetzt. Und die Schaufenster-Beleuchtung konnte optimiert werden. Herrmann ist restlos begeistert und versteht gar nicht, warum die Möglichkeit in hiesigen Unternehmerkreisen so wenig bekannt ist bzw. viel zu wenig genutzt wird. Die kfW-Beratung muss zunächst beantragt werden. Sie kostete Christoph Herrmann 1800 Euro, wovon die kfW 1280 Euro übernahm. 

Die Stadt bietet nun eine zusätzliche Förderung für schnellentschlossene Unternehmer. Darüber informiert Klimaschutzmanagerin Marlen Walser telefonisch unter 08381/80 333. Außerdem hilft sie bei Antragstellung und Abwicklung, gemeinsam mit der IHK.

cut

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