Örtliche Vereine protestieren in der Gemeinderatssitzung

Keine Ruhe beim Thema Windkraft

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Volles Haus beim Thema Windkraft: Lothar Prinz trägt im Gemeinderat seinen Protest vor.

Isny – Es ist ein hartes Brot, das Stadtverwaltung und Gemeinderat zu verdauen haben.

Ob nun in der Gemein- deratssitzung oder beim Isnyer Energiegipfel, die Themen Windkraftanlagen und eventuelle Standorte sind noch lange nicht ausgestanden und die Gegner von Windkraftanlagen auf dem Beurener Berg, dem Simmerberg oder gar auf der Kugel stellen sich quer und suchen die Schuldigen an der Misere auch in Isny. 

Zur öffentlichen Sitzung des Isnyer Gemeinderats und den Ortschaftsräten im großen Saal vom Kurhaus am Park kam daher jetzt eine große Anzahl von Mitgliedern des Vereins „Natürlich fürs Allgäu“ und ebenfalls aus den Nachbargemeinden Maierhöfen und Weitnau. Es ist erst wenige Wochen her, dass am gleichen Platz zum gleichen Thema das Planungsbüro Sieber die erste Studie vorlegte, die zum Teilflächennutzungsplan führen soll und in der detailliert Gebiete ausgewiesen waren, die für die Aufstellung von Windkraftanlagen genutzt werden könnten. Deutlich war eigentlich auch da, dass hier nicht nach dem Florians-Prinzip andere Flächen gesucht wurden. Die zum 1. Januar 2013 geänderte Gesetzgebung würde ungesteuert Planungen und Aufstellung auf der Gemarkung Isny Tür und Tor öffnen. So ist der Schritt zur Eingrenzung durch einen Flächennutzungsplan für die gesamte Isnyer Gemarkung ein logischer und richtiger Schritt. 

Wie im Augenblick die Stimmung ist, haben in der Sitzung Lothar Prinz von „Natürlich fürs Allgäu“ und Manuela Müller- Gaßner von „Weitblick für Weitnau und Maierhöfen“ deutlich zum Ausdruck gebracht. Prinz pochte auf die Stärke seines Vereins und Müller-Gaßner verlas den Brief, der an den Isnyer Bürgermeister adressiert ist. Bürgermeister Rainer Magenreuter konnte nur betonen, dass es in dieser Sitzung nur darum ginge, das Planungsbüro Sieber den nächsten Schritt zur Flächenbewertung machen zu lassen. „Nichts wird vorentschieden, sondern alles öffentlich und transparent diskutiert“, betonte er. Wenn der nächste Schritt getan ist, werden auch die Bürgermeister der ebenfalls betroffenen Nachbargemeinden genauestens informiert, aber erst – so die Meinung der Stadtverwaltung – wenn auch Fakten auf den Tisch kommen. Vor der Verabschiedung des Teilflächennutzungsplans wird bestimmt noch eine öffentliche Sitzung stattfinden. Es bleibt nach der augenblicklichen Rechtslage dabei, dass Entscheidungen übergeordneter Gremien Priorität haben und die Stadt keine Verhinderungsplanung machen darf. Manfred Schubert

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