Engel, Hirten und Schafe

Vor allem die Kleinen hatten viel Spaß bei den „Lebenden Krippen”

Nur Kerzenschein erhellt die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, als Besucher aller Altersstufen sich dort zum Beginn des Rundganges der „Lebenden Krippe“ versammeln. Sie hören, warum sich Maria und Josef auf den Weg machen mussten und bringen am Eingang der Kirche einen großen Stern mit vielen Kerzen zum Leuchten. Pfarrer Thomas Hagen lädt bei seiner Begrüßung zur ruhigen und bewussten Gestaltung der Adventszeit ein. Dann folgen die Besucher dem Sternträger zu weiteren fünf Stationen, die im Ortsteil Kottern aufgebaut sind.

Himmlischen Gesang gibt es am Pfarrhofeingang, wo die Engel stationiert sind. Von dort geht es zu den Hirten auf dem Feld, die im Hof der Grundschule Kottern Eich Quartier gefunden haben. Und bevor die Besucher schließlich die Krippe erreichen, trinken sie noch ein Tässchen Tee in der Herberge, die der Kindergarten Flohkiste anbietet. Die Idee der Lebenden Krippe entstand im Sachausschuss Ehe und Familie der Pfarrei Mariä Himmelfahrt. „Wir wollten etwas für alle Altersstufen anbieten“ erklärt Petra Stolze, die stellvertretende Sprecherin des Gremiums ist. Zusammen mit Gemeindereferentin Eva Maria Dörr-Schratt und den anderen Mitgliedern des Sachausschusses hat sie viel Vorarbeit geleistet, damit die Aktion gelingen konnte. „Das beginnt beim Auswählen und Suchen der Gewänder und endet bei der Versorgung mit Punsch und Würstchen“, meint sie lachend. Dabei wurde das Szenario absichtlich einfach gehalten. Wir wollten dieses Ereignis mitten im Alltag der Menschen ansiedeln“, ergänzt Dörr-Schratt. Großes Ah und Oh gibt es bei den Hirten, als die Kinder die Schafe streicheln dürfen. Und spätestens vor der Krippe, bei Maria und Josef wird es andächtig still. Auf das Christkind wurde, so die Gemeindereferentin, bewusst noch verzichtet. Denn seine Geburt wird in der Pfarrkirche an Heilig Abend, 24. Dezember, gefeiert. „Wir“, so sagt sie, „wollten nur den Weg dorthin aufzeigen.“ Der Besucherzahl tat dies allerdings keinen Abbruch. Mehr als hundert Menschen machten sich auf den Weg. „Schade“, meinen einige Kinder, als der Rundgang schließlich im warmen Pfarrheim, bei Kinderpunsch und Würstchen endet. „Wenn ihr nächstes Jahr wieder eine Lebende Krippe macht, wollen wir auf jeden Fall mit dabei sein.“

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