Vom Entlein zum Schwan

Neben OB Dr. Ulrich Netzer (vorne, rechts) sind zahlreiche weitere Stadträte und Gäste aus Politik und Wirtschaft zum Richtfest gekommen. Fotos: Bitsch

Auf dem „Schwanengelände“ in der Kemptener Altstadt entlang der Stadtmauer schreiten die Bauarbeiten für das innovative „Passivhaus-Kompetenzzentrum“ sichtbar voran. Am vergangenen Freitagnachmittag feierte die Sozialbau Richtfest für den vierten Bauabschnitt „An der Stadtmauer 2-4”. Bis zum Jahresende sollen damit rund 2600 Quadratmeter Büroflächen für das erste Passivhaus in der Altstadt fertiggestellt sein (der KREISBOTE berichtete).

Herbert Singer, Geschäftsführer Sozialbau, dankte in seiner Begrüßungsrede den Vertretern des Stadtrates, der Bau- und Stadtverwaltung, allen am Bau Beteiligten vom Architekturbüro Huber aus Betzigau bis zu den Handwerksbetrieben, den „Freunden der Altstadt“ sowie den Nachbarn für deren Nachsicht während der Bauphasen. Nachdem auch OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) lobende Worte zum Projekt ausgesprochen hatte, wurde der Richtbaum hochgezogen und einer der Mitarbeiter der Zimmerei Peter Jörg segnete den Bau mit dem Zimmermannsspruch. Baulücke schließen Mit dem ersten zertifizierten Passivhaus inmitten der Kemptener Altstadt wird nun die letzte Baulücke im Quartier „Schwanengelände“ geschlossen. Damit erhält die Altstadt einen profilierten, städtebaulichen Abschluss entlang der Burgstraße, ausgehend vom „Altstadt-Engel“ und den neuen, bereits von der Sozialbau erstellten Bürogebäuden mit den Nutzern Telis-Finanz-AG, Barmer GEK und Soloplan. Mit einem Passivbürohaus dieser Größe beschreitet die Sozialbau als Planer, Investor und Bauherr für rund 7,5 Millionen Euro neue Wege: Unternehmen, denen schon heute ein zukunftsorientiertes Energiemanagement wichtig ist, können auf vier Etagen individuell gestalt- und ausbaubare Büroflächen nutzen. Trotz schwacher Konjunktur und zunächst mäßiger Mietnachfrage habe die Sozialbau gemeinsam mit OB Netzer und dem Baureferat ein Konzept für diese „wunde Stelle“, so Herbert Singer. Darauf könne man stolz sein. Zwei Drittel der Büroflächen seien mittlerweile vermietet. Als Hauptmieter konnte die Firma Siemens gewonnen werden. Bis Ende 2012 soll das „Passiv-Kompetenzzentrum“ mit 2600 Quadratmetern Bürofläche, 50 Tiefgaragen-Stellplätzen und einem Schulungszentrum bezugsfertig sein. Der künftige Stadtplatz zwischen Stadtmauer und Passivhaus mit Blick auf die Burghalde soll durch ein Café zusätzlich belebt werden. Der vierte Bauabschnitt bildet schließlich den Abschluss der Quartierserneuerung in der Kemptener Altstadt zwischen Burgstraße und St.-Mang-Platz. Somit werde aus dem „hässlichen Entlein“ am ehemaligen „Schwanen“ wieder ein „goldener Schwan“.

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