Ober- oder unterirdisch?

Kompromiss gefunden

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Während der archäologischen Untersuchungen war der Schlangenbach sichtbar. Im Zuge der Umgestaltung des Hildegardplatzes soll an der Oberfläche zumindest sein Verlauf angedeutet werden.

Kempten – Trotz einer Gegenstimme von Elisabeth Slavicek (Grüne/FL) hat der Bauausschuss am Dienstagabend eine Lösung gefunden, wie der Schlangenbach am Hildegardplatz für die Bevölkerung sichtbar gemacht werden kann. So sollen die originalen Abdeckplatten des Schlangenbachs im Bereich des Gehweges und in der angrenzenden Parkplatzfläche als Nachzeichnung des Verlaufs in der Oberfläche verwendet werden.

Im Bereich der Fahrbahn ist eine Fortführung mit sogenannten Markierungsknöpfen in Form von Messing- oder Bronzeplatten vorgesehen. „Die Anordnung wird dabei so gewählt, dass die Linienführung langsam verschwindet und somit auf den weiteren Verlauf im Untergrund hindeutet“, erklärte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann. Die Verwaltung habe sich am Vorschlag von Erwin Hagenmaier (CSU) orientiert. Während Slavicek es nicht für notwendig erachtet, „den Kanal historisierend wieder darzustellen“ und meinte, dass die Platten und Markierungen in diesem Bereich „eh keiner sieht, weil dauernd Autos fahren oder parken“, begrüßten die anderen Stadträte den Vorschlag. Hagenmaier betonte, dass der Schlangenbach nicht nur ein Kanal, sondern ein Baudenkmal sei, auch wenn er unter der Erde liege. Dr. Philipp Jedelhauser (UB/ödp) verwies auf die Emotionen, die dieses Thema ausgelöst hat. Man könne den Bach nicht verschwinden lassen, ohne etwas zu machen. SPD-Stadtrat Siegfried Oberdörfer gefiel die Lösung mit den Markierungen ausgesprochen gut. „Egal, wie wir entscheiden, es wird kontrovers diskutiert werden“, schloss OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) die Diskussion. Arbeiten im Soll Wie Wiedemann außerdem erläuterte, gehen die Bauarbeiten am Hildegardplatz zügig voran. Am Platz wurden mittlerweile wie geplant provisorische Parkplätze angelegt. 25 Stellplätze stehen damit bis Beginn der Umgestaltung des Platzes im Frühjahr zur Verfügung. Am Montag ist dem Amtsleiter zufolge mit den Vorarbeiten im Bauabschnitt IV begonnen worden (Parkplätze an der Basilika). „Hier werden die archäologischen Untersuchungen weitergeführt, sobald die Witterung dies zulässt.“ Dadurch entfallen weitere 35 Parkplätze in diesem Bereich. Parallel zu den Bauarbeiten wird derzeit die Ausschreibung für die Hauptbauarbeiten vorbereitet. Außerdem wird geprüft, ob, wie von Michael Hofer (UB/ödp) beantragt, das Brunnenfundament erhalten werden kann. Melanie Läufle

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