Entscheidung vertagt

Damit Fußgänger künftig sicherer über die Rottachstraße kommen, soll eine Mittelinsel auf Höhe des Parkplatzes entstehen. Da es zur vorgestellten Planung Bedenken von einzelnen Verkehrsausschussmitgliedern gab, wurde der Punkt erst einmal vertagt. Foto: Läufle

Vorerst zurückgestellt hat der Verkehrsausschuss in seiner jüngsten Sitzung die Entscheidung über die Errichtung einer Überquerungshilfe für Fußgänger auf Höhe des Parkplatzes in der Rottachstraße. Einige Stadträte waren mit der vorgestellten Planung noch nicht zufrieden. Sie befürchteten Einschränkungen für die Feuerwehr und bemängelten, dass die geplante Insel zu lang sei.

Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann zufolge haben der Gesamtpersonalrat und die Behördenleitung des Staatlichen Bauamts im Juni 2010 beantragt, eine Mittelinsel als Überquerungshilfe in der Rottachstraße zu errichten. Bei zwei Verkehrszählungen ermittelte das Tiefbauamt daraufhin die Anzahl der Fußgänger, die zwischen dem Parkplatz Rottachstraße (Feuerwehrparkplatz) und dem Staatlichen Bauamt die Rottachstraße überquerten. „Dabei wurden im Zeitraum von 6.45 bis 8.15 Uhr und von 11 bis 14 Uhr insgesamt 187 Fußgänger gezählt“, sagte Wiedemann. Damit die Fußgänger künftig sicherer über die Straße kommen, soll nach den Planungen der Stadtverwaltung eine rund 40 Meter lange und vier Meter breite Mittelinsel errichtet werden. Die Fahrbahnen in der Rottachstraße wären in diesem Bereich noch 3,75 Meter breit. Die Rottachstraße wäre auf Höhe der Insel dann nur noch einspurig. Südlich und nördlich der Insel sollen neue Aufstellflächen für Linksabbieger markiert werden. Außerdem ist geplant, die Insel zu begrünen und mit Bäumen zu bepflanzen, damit eine Torwirkung entsteht, die zu einer Geschwindigkeitsreduzierung führt. „Um die Fußgänger gebündelt zu dieser Querungshilfe zu leiten, wird bereits innerhalb des Parkplatzes ein Fußgängerweg angelegt“, erklärte Wiedemann. Die Kosten für den Einbau der Mittelinsel betragen rund 50 000 Euro. Momentan stehen jedoch keine Haushaltsmittel zur Verfügung. Bürgermeister Josef Mayr (CSU) befürchtete Einschränkungen für die Feuerwehr. „Wir können so nahe an der Hauptausfahrt der Feuerwehr die Straße nicht verengen“, bemängelte er. Außerdem hielt er die Länge der Insel nicht für Vernünftig. Gleicher Meinung waren auch Doris Hauber (CSU) und Hans-Peter Wegscheider (FW). „Muss die Insel 40 Meter lang sein“, fragte Wegscheider. Karl Sperl (CSU) hielt nichts von Bäumen in der Mitte der Straße. „Ich will nicht schuld sein, wenn jemand gegen den Baum fährt.“ Er beantragte, den Punkt zurückzustellen, um das Thema mit der Feuerwehr absprechen und die Länge der Insel nochmals überarbeiten zu können. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) unterstützte ihn dabei. Da für die Maßnahme keine Mittel da seien, habe man keine Eile zu entscheiden. Bei einer Gegenstimme von Thomas Hartmann (Grüne) wurde der Punkt zurückgestellt.

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