Entwurf steht

Es war ein gut vorbereiteter Haushaltsentwurf, an dem Stadtkämmerer Werner Sing und Bürgermeister Rainer Magenreuter mit den Finanzexperten der Fraktionen und kompetenten Helfern lange gearbeitet hatten. „Transparent, übersichtlich, detailliert“, waren die hauptsächlichen Kommentare dazu.

Gegenüber dem Haushalt 2010 hat der neue Finanzplan um rund drei Millionen Euro zugenommen. Rücklagenbildung und Schuldentilgung wird von allen Fraktionen unterstützt und mit Argusaugen wachen die Gemeinderäte zusammen mit der Stadtverwaltung über Einnahmen und Ausgaben. Lange Vorbereitung Bei der Leichtigkeit, mit der der Haushaltsentwurf in die Gemeinderatssitzung eingebracht wurde, vergisst man fast, wie viel Sitzungen und Arbeitsstunden nötig waren, um dann in einer letzten Sitzung den gesamten komplexen Stoff einfach „durchzuwinken.“ Trotzdem: Gespart wird weiter, wenn auch nicht so heftig wie 2010. Werner Sing betonte noch einmal: „Den Aufschwung verdanken wir den Bürgern. Das Ganze ist ein Kreislauf. Ohne Gewerbe- und Grundsteuer geht nichts.“ Die einzelnen Fraktionen im Stadtrat nahmen allerdings nur kurz Stellung. Karl Butscher (CDU): „In all den Jahren im Gemeinderat habe ich es noch nicht erlebt, dass so wenig kontroverse Diskussion nötig war. Wir schlagen vor, eventuelle Einnahmen über die Prognose hinaus zu 50 Prozent in allgemeine Rücklagen zu verbuchen und 50 Prozent zu weiteren Investitionen zu verwenden.“ Gabi Kimmerle (SPD) stellte fest, dass ein stabiler Haushalt zusammen gekommen ist und das rund 30 Prozent der Mittel für Bildung und Soziales ausgewiesen sind. „Das freut die SPD.“ Rolf Pawelka (FWV) freute sich besonders, dass über die Fraktionen hinweg alle einer Meinung sind. Die Investitionen seien richtig und trotzdem betrachtet die FWV das Anwachsen der Schulden von acht Millionen auf elf Millionen mit einer gewissen Sorge. „Jeder nicht benötigte Euro gehört in die Schuldentilgung.“ Kaum Interesse Das Interesse in der Isnyer evölkerung an dem Zahlenwerk der Kämmerei hielt sich allerdings in Grenzen. Zur von Bürgermeister Magenreuter und Stadtkämmerer Sing anberaumten Sprechstunde über Finanzen ist niemand erschienen und auch zur Gemeinderatsitzung waren die Besucher eher aus anderen Gründen gekommen. Der Haushalt 2011: Volumen Gesamthaushalt: 45 Millionen; Volumen Vermögenshaushalt: 9,4 Millionen; Volumen Verwaltungshaushalt: 35,6 Millionen. Gewerbesteuer: Sieben Millionen; Gemeindeanteil Einkommensteuer: 6,1 Millionen; Grundsteuer: 1,749 Millionen. Zuführung zum Vermögenshaushalt: 2,9 Millionen; Kreditaufnahmen 2011 2,4 Millionen.

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