Erfahrungsaustausch mit Kulturprogramm

Bayerns Regierungspräsidenten unter sich Tagung in Kempten

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Begrüßung vor der Residenz, in der Bayerns RegierungspräsidentInnen diese Woche tagten: (v.l.) Axel Bartelt (Oberpfalz), Rainer Haslbeck (Niederbayern), Dr. Winfried Brechmann (StMI), Maria Els (Oberbayern), der Präsident des Landgerichts Kempten und Hausherr der Residenz Uwe Erlbeck, Dr. Erwin Lohner (Schwaben), Heidrun Piwernetz (Oberfranken), Dr. Eugen Ehmann (Unterfranken), Dr. Thomas Bauer (Mittelfranken), Karl Michael Scheufele (StMI).

Kempten – Hohen Besuch konnte der Präsident des Landgerichts Kempten, Uwe Erlbeck, als Hausherr der Residenz diese Woche begrüßen.

Das historische Gebäude hatten sich die Bayerischen RegierungspräsidentInnen als Ort für ihre Tagung auserkoren. Wie Dr. Erwin Lohner, Regierungspräsident Schwaben, gegenüber dem Kreisbote sagte, dienen diese zweimal pro Jahr durchgeführten Treffen vor allem dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch und besseren Kennenlernen, unterfüttert mit kleinem Kulturprogramm. So sei ihm natürlich daran gelegen gewesen, seinen KollegInnen auch die Schönheiten Schwabens näherzubringen und zwar bei einer Stadtführung durch Kempten inklusive Prunkräume und einem Besuch in der Benediktinerabtei Ottobeuren, von der er immer wieder beeindruckt sei. 

In erster Linie standen aber Themen wie die Unterbringung von Asylbewerbern oder Personalausstattung der Regierungen auf dem Programm; und ein Lohner sehr wichtiger Moment: das Gedenken an den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke – auch Anlass dazu, über die Sicherheitsmaßnahmen zu sprechen. Als „großes Problem“ nannte Lohner die personelle Ausstattung der Regierungen. Da reiche es nicht, nur beim Ministerium zu versuchen, mehr Personal zu bekommen, denn „der Öffentliche Dienst ist nicht mehr attraktiv“. Deshalb gebe es verschiedene Überlegungen, das „enge Korsett“ von Behörden durch „Soft-Faktoren“ wie Flexi-Arbeitszeit oder Homeoffice etwas aufzubrechen.

Von positiven Erfahrungen der TagungsteilnehmerInnen konnte er zum Thema Sachleistungen im Asylbereich berichten. Den Vorgaben aus dem Ministerium folgend, Sachleistungen vor Geldleistungen in den ANKER-Einrichtungen, würden dort zum Beispiel Bahn- oder Bustickets ausgegeben statt Fahrgeld. Auch bezüglich der Gemeinschaftsverpflegung durch Catering-Unternehmen seien die Erfahrungen inzwischen gut. Insgesamt sprach Lohner von einem „intensiven Austausch“. „Wir machen das zwei Mal im Jahr“, meinte er, denn es sei „schon wichtig, dass man sich kennt“, besonders für die AmtsträgerInnen , die noch relativ neu dabei seien. 

Christine Tröger

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