Erfolgreich und Verlässlich

Das Kurhaus platzte jetzt einmal mehr fast aus den Nähten, als die Volksbank Allgäu West (VBAW) zur Jahresmitgliederversammlung einlud. Mehr als 500 der Mitglieder der Genossenschaftsbank waren gekommen und bekamen vom Vorstand der Bank einen durch und durch positiven Bericht vorgelegt. Nach der Begrüßung durch den Aufsichtsratvorsitzenden Josef Stolz übernahm Josef Hodrus, Vorstand für Markt und Vertrieb, die Aufgabe den Rechenschaftsbericht vorzutragen.

Dieser Aufgabe kam er gerne nach, denn erstens ist er „Bänker aus tiefster Überzeugung“ und zweitens konnte er über erfreuliche Entwicklungen berichten. Der VBAW geht es im Gegensatz zu vielen größeren Kreditinstituten anscheinend gut. So konnte er mit Stolz noch einmal betonen: „Die Volks- und Raiffeisenbanken sind die einzige Bankengruppe, die in der Krise keine Staatshilfen beansprucht und erhalten haben.“ Kein Wunder, wenn er dann auch gegen die geplante Bankenabgabe wetterte: „Wir lassen an diesem Punkt nicht locker. Wenn wir schon so bezahlen müssen wie die, die diese Finanzkrise verursacht haben, dann sollte die Rückstellung in der eigenen Bank bleiben“, so Hodrus. „Immerhin ist es unser gemeinsames Kapital.“ Verbesserte Entwicklung Die Entwicklung der Bilanzsumme, das Kundenkreditvolumen und auch das Kundeneinlagevolumen haben sich verbessert. Der abgeänderte Anlegerschutz mit dem zu erstellenden Beratungsprotokoll ist ganz im Sinne seines Bankenverbundes, denn wer faire und nachvollziehbare Beratung seit Jahren betreibt, braucht dabei auch nicht abzuwinken. Leicht gestiegene Verwaltungs- und Personalkosten sind Hodrus Meinung nach leichter zu verkraften, wenn auch das Eigenkapital der Bank gestiegen ist. Zurzeit hat die VBAW 18772 Mitglieder und bis zum Jahr 2012 soll das 20000. Mitglied begrüßt werden. Das ist ein hohes aber erreichbares Ziel. Mit einer Dividende von rund sechs Prozent und der VR-Bankcard Plus dürften die Mitglieder ebenfalls zufrieden sein. Der allgemein bekannte Slogan „Wir machen den Weg frei“ wurde etwas erweitert. „Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt“, lautet er jetzt und hier kann sich jeder Mitarbeiter der Bank und auch jeder Kunde hinterfragen was ihn denn persönlich voran streben lässt. Auch ihm Personalbereich steht die Bankengruppe gut da. Das Durchschnittsalter liegt bei 39 Jahren, fast 30 Azubis sorgen für einen aufstrebenden Nachwuchs und die durchschnittliche Zugehörigkeit liegt bei 13 Jahren. Der Mensch stehe im Mittelpunkt aller Bemühungen, betonte Hodrus, und mit einem kurzen Film, in dem Mitarbeiter der Bank zu Wort kamen, wurde das deutlich unterstrichen. Für die Konkurrenz hatte er einen kleinen Seitenhieb parat: „Wir gratulieren der Commerzbank und den Sparkassen zu den Plätzen zwei und drei.“ Dieter Hechelmann überbrachte die Grüße der Stadt und war stellvertretend für die Stadtkasse auch bei der anschließenden Ehrung langjähriger Mitglieder dabei. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden durch den Vorstand Werner Mayer Anton Albrecht, Gebhard Greiter und Roland Steybe geehrt. Ottmar Bodenmüller ist seit 60 Jahren dabei und die Stadtkasse Isny bringt es auf 80 Jahre Mitgliedschaft. Der Abend endete mit einem Auftritt vom „Sonusbrass Ensemble“.

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