Erfolgreicher Familienbetrieb

Bei ihrem Besuch auf dem Campingplatzes am Badsee besichtigen die Mitglieder des Unternehmerstammtisches auch das Seeufer. Foto: Schubert

Über den Besuch einiger Teilnehmer des Unternehmerstammtisches Isny Aktiv freuten sich vor kurzem die Betreiber des Campingplatzes am Badsee bei Beuren. Das Ehepaar Wagner führte die Besucher über das Gelände. Sie betreiben den Platz nun schon in der zweiten Generation und werden seit Jahren vom ADAC ausgezeichnet.

Für jedes Jahr und jede Zertifizierung prangt eine neue Tafel des ADAC am Eingang. Dass sie die bekommen, macht das Familienunternehmen sehr stolz. Camping m Badsee gibt es nun schon seit 1960. Zuerst standen vier Reihen Zelte am Ufer des Sees, das Wasser wurde vom Brunnen geholt, die Toilette war auf dem Hof der Familie Wagner und auch sonst war alles ein wenig „rustikaler“ als heute üblich. Seit 1961 war dort auch die Badewiese und 1965 wurde das Freibad eröffnet. Im Jahr 1968 kam das erste Sanitärgebäude hinzu und seit 1970 hatte das Gelände in etwa die heutige Größe. Der Hof wird ebenfalls weiter betreiben und rund 50 Stück Vieh stehen im Stall. Zudem gibt es noch einen Streichelzoo, dessen Bewohner Pflege und Zuwendung brauchen. 200 Dauercamper haben ihr Domizil am Badsee aufgeschlagen und rund 100 Plätze stehen den „Normalurlaubern“ zur Verfügung. Camping am Badsee ist eine Saisoneinrichtung, öffnet zu Ostern oder spätestens am 15. April und schließt am 15 Oktober. Betrieben wird der Platz vom Ehepaar Wagner, den drei Kindern und durchschnittlich drei Hilfskräften. Wenn heute die Prüfer kommen und im Namen des ADAC ihre Zertifizierung machen, sieht das Angebot für die Gäste schon anders aus als damals zu den Anfängen. Je nach Belegung können mehr Sanitäranlagen dazu genommen werden, Duschkabinen, Waschmaschinen, Wickeltisch und Babybadewanne sind bei absoluter Sauberkeit genau so wichtig wie Gefrierschrank und Kühlschrank für die Zelter, damit auch ihnen die Butter nicht davon läuft. Geringe Fluktuation Die Gaststätte ist schon seit Jahren verpachtet und auch für Freizeitbeschäftigungen ist ausreichend gesorgt. Die Fluktuation unter den Dauergästen ist bisher nicht sehr hoch gewesen. Langsam kommen die treuen Gäste aber in die Jahre und ob auch dort eine weitere Generation das Angebot an Freizeit, Landschaft und Erholung im gleichen Maße wahrnehmen wird, ist nicht immer sicher. Gäste wie Jutta Kathe, die seit 1964 so oft wie möglich auf ihren Platz kommt sind zwar noch immer da, aber langsam schon die Ausnahme. Auch der technologische Stand am Platz ist nicht zu verachten. Mit Solarpaneelen wird bei Warmwasser dazu gespeist, eine Hackschnitzelanlage direkt am Hof ist genau so in Betrieb wie die Umsetzung der Energie- Sparmaßnahmen, die heute schon Standart sind. Beim Thema Windkraft bestehen bei Wagners noch Zweifel. Ein maßstäbliches Modell steht in der großen Halle die zeitweise als Festhalle genutzt wird. Stellplatzgebühren und Personengebühr pro Nacht halten sich im moderaten Bereich und auch die Abrechnung von Strom, Wasser und Abwasser an den einzelnen Stellplätzen ist im überschaubaren Rahmen. Das von den fünf Euro Übernachtungsgebühr bei Urlaubern 90 Cent als Kurtaxe an die Stadt Isny abgeführt werden müssen, ist allerdings vom Verwaltungsaufwand her durchaus ein Ärgernis. „Die Personalsituation ist angespannt genug, krank werden darf von uns eigentlich keiner und auch die anderen Vorschriften im internationalen und nationalen Vergleich werden immer größer. Nur die Leistungen eigentlich nicht“, machten die Wagners klar. Sei es wie es sei: Die Familie Wagner wird immer voll hinter ihrem Unternehmen stehen und die bisherigen Leistungen sprechen ihre eigene Sprache. Mit einem Vesper und ausführlichen Gesprächen ging der Abend für den Unternehmerstammtisch zu Ende.

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