Erfolgsmodell wird fortgesetzt

Der neue FSJler beim FCK: Björn Brendemühl.

Seit September vergangenen Jahres gibt es beim FC Kempten eine Stelle für ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im Sport. Was als Versuch geplant war, hat sich mittlerweile zum Erfolgsmodell entwickelt: Mit Jonas Goos hat der FCK gleich einen Glückstreffer gelandet: Der 20-jährige Lenzfrieder hat schon im Jugendbereich als Betreuer mit gewirkt und war froh, beim Kemptener Traditionsverein das FSJ ableisten zu können. Ein Nachfolger steht ebenfalls bereits fest.

„Von diesem Jahr beim FC Kempten habe ich viel profitiert“, erzählt Goos. „Neben den interessanten Seminaren bei der Bayerischen Sportjugend und Fortbildungen im fußballerischen Bereich konnte ich auch viel mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten“, so der junge Mann weiter. „Mir wurden hier viel Freiheiten gelassen und ich konnte meine Ideen entwickeln und auch umsetzen.“ Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – das ist die Hauptaufgabe eines FSJlers. Nachdem der Lenzfrieder zunächst im Kleinfeldbereich gefordert war, zeichnete sich schon bald ab, dass der junge Mann mehr konnte. Bei den D- und C-Junioren hat er schließlich die meiste Zeit verbracht, mit der D2 schaffte er souverän als Trainer den Aufstieg in die Kreisliga. Da die FSJler-Woche 38,5 Stunden lang ist, müssen natürlich noch andere Aufgaben gefunden werden – kein Problem beim FCK, denn es gibt genug zu tun. „Ein FSJler beim FC Kempten bekommt Einblicke in viele Bereiche“, erklärt Horst Böhm, Vorsitzender des Fördervereins. „Das fängt bei den Grundzügen der Vereinsverwaltung an und hört bei der Inventur der Trainingsgeräte auf.“ Die Stelle für das kommende Jahr ist schon besetzt: Björn Brendemühl, nebenbei noch Jugendleiter beim TSV Altusried, steigt im Kleinfeldbereich ein und wird die Trainer der anderen Mannschaften unterstützen. Wie schon Jonas Goos wird auch der 20-jährige BOL-Schiedsrichter an zwei Schulen Fußball im Rahmen der Nachmittagsbetreuung unterrichten und im organisatorischen Bereich die Arbeit seines Vorgängers fortsetzen. „Auch mit Björn haben wir wieder einen guten Griff getan“, freut sich Vorsitzender Böhm. Schließlich habe Brendemühl bereits in Altusried erste Erfahrungen als Trainer gesammelt. Da er jedoch noch keine Trainerlizenz besitzt, wird er im Rahmen des FSJ die Ausbildung zum Trainer absolvieren. „Wir freuen uns, dass trotz Abschaffung der Wehrpflicht die Nachfrage nach solchen Stellen da ist“, so Böhm. „So können wir auch in Zukunft der Jugendarbeit einen besonderen Stellenwert geben.“

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