Das Ergebnis bestätigen

Gästeamtsleiterin Kathrin Felle an der Luft-Messstation Bismarck-/Ecke Sedanstraße. Foto: cut

Wem bereits die unscheinbaren Metalldöschen im Stadtgebiet aufgefallen sind, der kann erfahren, dass von ihnen die Lindenberger Luft abhängt, oder vielmehr das Prädikat Luftkurort, das Lindenberg seit 1921 innehat. Lindenberg ist deshalb einer der Orte mit der langjährigsten verbrieften Luftgüte in Bayern. Das Prädikat Luftkurort bedeute zwar noch kein therapeutisch anwendbares Klima, es sei aber doch ein Werbefaktor, erläutert jetzt die Gäste- und Kulturamtsleiterin Kathrin Felle.

Die Sonnenstadt auf dem Höhenrücken (deutscher Sonnensieger 2006) glänzt also nicht nur mit viel Sonne, sondern auch mit bester Luft. Doch das muss in regelmäßigem Turnus nachgewiesen werden. Alle zehn Jahre gibt es eine einjährige lufthygienische Messreihe und dazwischen nochmals eine Kontrollanalyse. Wie Hauptamtsleiter Roland Kappel berichtet, ist nun wieder die große Messreihe dran. Durch wöchentliche Probeentnahme vom Deutschen Wetterdienst werden Stickoxide sowie Grobstäube in der Luft gemessen, analysiert und aufgezeichnet. Seit Anfang Juli stehen drei Messstationen im Stadtgebiet: eine am verkehrsreichsten Punkt der Stadt (Kreuzung Bismarck-/Sedanstraße), eine an einer anderen Stelle der Innenstadt (Ecke Haupt-/Goethestraße) und eine im Naherholungsgebiet Waldsee (beim Kneippbecken). Dass Lindenberg gut abschneiden wird, ist für Roland Kappel bereits absehbar. Es gebe beim Hausbrand einen hohen Versorgungsgrad mit Gasheizungen, ferner sei das Gewerbe in der Stadt nicht emissionsträchtig und die klimatischen Bedingungen bringen wenig Inversionswetterlagen. Aber nicht nur die Luftgüte, auch die Infrastruktur spielt für das Prädikat eine Rolle. Lindenberg verzeichnet einen guten Ausbaugrad des Gastgewerbes und hat mit dem Waldseekonzept und dem neuen Park überdies Grünzonen geschaffen oder gesichert.

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