Erinnerungen werden wach

Selbst das miese Wetter am Vatertag tat der guten Stimmung in Steufzgen keinen Abbruch: Einige hundert Gäste waren zur Einweihung des Bahnhöfles gekommen (der KREISBOTE berichtete). Ein Festzug vom „Waldhorn“ zur alten Bahntrasse mit dem Bahnhof-Neubau des Architekten Hagspiel eröffnete die Feierlichkeiten.

Helmut Weber erinnerte in seiner Ansprache an die einstmals ländliche Idylle in Steufzgen, das Isny-Bähnle, das seinen Betrieb 1984 nach 75 Jahren einstellen musste, und an die Geschichte des Stadtteils. „Das neue Bahnhöfle soll ein echter Treffpunkt der Steufzger werden.“ Die kirchliche Segnung des Bahnhöfles nahmen die Pfarrer Bernhard Ott und Bernhard Friedrich vor. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) zeigte sich erfreut über die Initiative und das Engagement der Steufzger. Im Rahmen seiner launigen Ansprache vermutete Netzer hinter dem Neubau gar ein Unabhängigkeitsbestreben der Steufzger. Mit einer nicht unerheblichen Spende konnte er die Stadtteil-Kemptener allerdings wieder beruhigen und sich ihrer Loyalität versichern. Mit Blasmusik und Böllerschüssen fuhr dann wie 1909 unter dem Applaus der Anwesenden das Isny-Bähnle ein. Die Fahrgäste – unter anderem Steufzger Kinder und die Trachtengruppe Unterillertaler – fuhren nach kurzem Aufenthalt am Bahnhöfle weiter auf der alten Trasse zum Stadtweiher, durch Steufzgen wieder zum Hotel. Bei der anschließenden Feier im „Waldhorn“ mit einer historischen Fotoschau von Helmut Weber konnten neben den zahlreichen Gästen aus der Kemptener Stadtpolitik auch Landrat Gebhard Kaiser (CSU), Kreisheimatpflegerin Ingrid Müller und Stadtheimatpfleger Tillmann Ritter begrüßt werden.

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