Kinder und Jugendliche gestalten mit

Neuer Abenteuerspielplatz

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Nicht nur Kinder, sondern auch so manche Mama oder Papa – und auch Heribert Kammel selbst – probieren die verschiedenen Geräte und Parcours auf dem neuen Altusrieder Abenteuerspielplatz am Eröffnungstag nach Herzenslust aus.

Altusried – Altusried hat nach 12 Jahren wieder einen Abenteuerspielplatz. Am vergangenen Wochenende wurde das rund 3500 Quadratmeter große Areal neben dem Fußballplatz bei schönstem Frühlingswetter mit einem bun- ten Fest für Groß und Klein feierlich eröffnet.

Rund 300 ehrenamtliche Helfer, darunter viele Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde, sowie zahlreiche finanzielle Unterstützer hatten seit Mai 2013 tatkräftig an der Umsetzung des 140 000 Euro teuren Projektes mitgearbeitet. 

Vor 12 Jahren hatte der alte Altusrieder Abenteuerspielplatz dem Schulneubau weichen müssen. Damals hatte der Gemeinderat versprochen, für Ersatz zu sorgen. „Was lange währt, wird jetzt endlich gut“, freute sich Bürgermeister Heribert Kammel in seiner Eröffnungsrede vergangenes Wochenende. Nun habe man „in einem Gemeinschaftsakt einen attraktiven Treffpunkt für Kinder und Jugendliche geschaffen, der alle einlädt und allen offensteht“. 

Tatsächlich ist für jede Altersklasse etwas geboten: fernab vom Straßenverkehr können sich die Kleinen hier auf Rutsche, Balancierparcours, Flying Fox oder Schaukeln austoben, im Sand buddeln oder im eigens geschaffenen flachen Wasserlauf „pritscheln“. Das große Klettergerüst – die Geräte bestehen allesamt aus massiven Holzstämmen –, Slacklines (auf denen auch der Noch-Rathauschef selbst gleich einmal seinen Gleichgewichtssinn testete) und die Boulderwand, die direkt an den frisch renovierten, seit 13 Jahren sehr gut genutzten Skaterplatz anschließt, laden zum Geschicklichkeitstraining ein. Dazwischen gibt es ganz viel grüne Wiese zum Toben oder auch mal Zelten. 

Die Eltern können es sich unterdessen an der Feuerstelle und auf vielen Sitzgelegenheiten, wie etwa der von Schülern der Hauptschule selbst gebauten „Chillbank“ („Chillen heißt, sich hängen lassen“, wie Kammel frei übersetzte) gemütlich machen. 

Schüler eingebunden 

Angeschoben wurde das Projekt vor rund zwei Jahren vom SPD-Ortsverein Altusried, der nicht nur als Geld- sondern auch als Ideengeber fungierte und einen Ideenwettbewerb an der Schule ausschrieb, in dem die Schüler ihre Vorstellungen von einem idealen Spielplatz präsentieren durften. 

Viele dieser Vorschläge fanden jetzt ihre konkrete Umsetzung. Auch beim Aufbau der Holzgeräte waren die Schüler mit im Einsatz. „Unser Konzept beinhaltet, dass die Kinder und Ju- gendlichen vom ersten Gedanken bis zur Fertigstellung des Projektes intensiv miteingebunden sind“, erklärt Christoph Betz, der Vorsitzende des Kinder- und Jugendfördervereins, der für die Organisation des Baus verantwortlich zeichnete. Auch in Zukunft werden sich die jungen Leute an der Instandhaltung und Pflege des Platzes beteiligen, ihn sauber halten, bei Bedarf streichen und weiterhin Ideen einbringen. Diese enge Anbindung sei gleichzeitig eine gute Vorbeugung gegen Vandalismus. 

Schließlich soll Heribert Kammels Aufruf nicht ungehört verhallen: „Leute, passt bitte auf das Zeug auf! Wir haben hier sehr viel Geld ausgegeben.“

Sabine Stodal

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