Ersatzprogramm läuft

Schnelle Reaktion nach dem "Aus" für die Stadtranderholung

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Kempten – Aus persönlichen wie organisatorischen Gründen hat die Katholische Kinder- und Jugendhilfe (KJF) Kempten-Oberallgäu ihr Angebot der Stadtranderholung nach 53 Jahren – zumindest für dieses Jahr – gestrichen. Oliver Huber, Leiter des Amtes für Jugendarbeit, rechnet aber mit dem dauerhaften Ausstieg, wie er im Jugendhilfeausschuss sagte.

Das dreiwöchige Ganztages-Betreuungsangebot in den Sommerferien für bis zu 40 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren sei etabliert und werde gut angenommen, bedauerte Huber. Etwas unglücklich sei man allerdings darü- ber gewesen, erst in der zweiten Märzhälfte vom Ausstieg der KJF erfahren zu haben, so dass Bewerbung und Anmeldung normal ab Februar gelaufen seien. 

Mit pauschal 7100 Euro wurde die Stadtranderholung jedes Jahr von der Stadt Kempten bezuschusst und auch teilnehmerbezogene Kosten durch die wirtschaftliche Jugendhilfe sowie aus dem Bildungs- und Teilhabepaket übernommen. 245 Euro kostet die Teilnahme an der Stadtranderholung pro Kind. Dafür gibt (oder besser: gab) es wochentäglich Betreuung von 8.30 Uhr morgens bis 17.30 nachmittags. 2019 wäre das Angebot für die Zeit von 29. Juli bis 16. August (ausgenommen 15. August) buchbar gewesen. 

Weder der Stadtjugendring (SJR) mit seinen bereits seit Langem überbuchten Ferien-Angeboten, noch Angebote der Stadt könnten die Lücke schließen, verdeutlichte Huber das Problem, ließ aber zugleich wissen, dass sein Amt derzeit damit befasst sei, ein annähernd gleichwertiges Ersatzangebot auszuarbeiten: Aktueller Stand ist eine Kooperation zwischen Amt für Jugendarbeit und Gerhardinger Haus, die eine Ferienbetreuung vom 29. Juli bis 14. August, 8.30 Uhr bis 17 Uhr für bis zu 20 Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren ermöglicht. Dafür steht ein Freigelände mit Bauwagen zur Verfügung sowie das Aufenthaltszelt des Gerhardinger Hauses. 230 Euro kostet die Teilnahme pro Kind. Die Betreuung soll eine pädagogische Fachkraft auf Honorarbasis und Gruppenbetreuer unter anderem über Ferienhelferakquise des Spielmobils, übernehmen. 

SJR-Vorsitzender Stefan Keppeler konnte sich für den SJR als Träger sehr gut vorstellen, „es mit Jugendverbänden zusammen zu machen“, die gut ausgebildete Leute hätten.

Christine Tröger

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