Erste Standortbestimmung

Fast in personeller Bestbesetzung trat der Eishockey-Landesligist ESC Kempten kürzlich zu seinem ersten Vorbereitungsspiel gegen den Ligakonkurrenten EC Oberstdorf an. Einzig Markus Schneider fehlte mit einem gebrochenen Zehen. Mit dabei waren aber die drei neuen Gesichter im Kader der „Sharks“. Dennoch fielen die Ergebnisse durchwachsen aus.

Mit Jory Green spielt ein junger Kanadier im Sturm, der bis April in der Kemptener Umgebung wohnte und so zu den Haien gestoßen ist. Außerdem kommen vom aufgelösten EC Senden mit Armin Nussbaumer und Kevin Grehl zwei weitere Spieler zum Team von Helmut Wahl. So konnte der Coach im ersten Testspiel drei schlagkräftige Reihen aufs Eis schicken, die allesamt ihre Sache zufriedenstellend machten. Angesichts der Tatsache, dass der ESC fast doppelt so viele Torschüsse wie der Gegner verzeichnete, ließ die Chancenverwertung jedoch zu wünschen übrig. Schließlich endete dieses Testspiel mit einem 2:1-Sieg des ESC dank Toren von Benny Waibel und Verteidiger Armin Nussbaumer, der andeuten konnte, dass er der Defensive mehr Stabilität verleihen kann. Jory Green fiel durch seine Lauffreude auf und kämpfte unermüdlich. Umgekehrte Vorzeichen dann im Rückspiel, als man sich bei tropischen Temperaturen erneut gegenüberstand. Das Oberstdorfer Team, das dem ERC Sonthofen auch als 1b-Mannschaft dient, hatte im Vergleich zum Hinspiel um einige Spieler aus der Bayernligamannschaft aufgerüstet. Im Gegensatz dazu waren bei Helmut Wahls Team die Reihen merklich lichter geworden. Mit Kubena, von Sigriz, Piichler, Worm, Waldegger und Schneider fehlten gleich sechs Stammspieler und so sollten vor allem die jungen Spieler mehr Eiszeit erhalten. Allerdings war nichts zu holen, zu stark und einsatzfreudig waren die Gastgeber, und so bemühten sich die Kemptener schon bald mehr um Schadensbegrenzung als auf die Siegerstraße einzubiegen. Nur das letzte Spieldrittel der Partie gab Grund zur Hoffnung. Die ersten beiden Drittel boten allerdings eine Menge Ansatzpunkte für den Trainer. Vor allem im taktischen Bereich schien überhaupt nichts zu funktionieren, und so kamen die Oberstdorfer letztendlich zu einem nie gefährdeten 9:4-Sieg vor heimischer Kulisse. Vorteil für beide Teams ist, dass man sich im Laufe der Saison noch drei Mal sieht, und nur in zwei dieser Begegnungen werden schließlich Punkte vergeben.

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