Zum ersten Mal ganz oben

Seinen ersten Sieg in der Klasse IDM Supersport hat am vorvergangenen Wochenende der Motorradrennfahrer Pascal Eckhardt vom AMC Kempten geholt. Vor gut 18500 Zuschauern auf dem Salzburgring wählte der Sonthofener die richtige Taktik, um bei gemischten Wetterverhältnissen seine Pole-Position auszunutzen.

Die Fahrer der Klasse IDM Supersport fuhren die Startplätze zwei Qualifikationstrainings am Samstag aus. Dabei war diese Klasse die einzige der vier IDM-Klassen, die im zweiten Training noch einmal an den Rundenzeiten arbeiten konnte, da es noch nicht regnete. Eckhardt machte seine Sache am Besten und holte die Pole-Position. Der Mann vom SKM Racing-Shell Advance-Team stand nicht zum ersten Mal auf Startplatz eins. „Aber eine Pole ist noch kein Sieg", wusste der bis zu diesem Zeitpunkt noch sieglose Yamaha-Pilot. Der Regen machte den Piloten zwar nicht im Training zu schaffen, dafür umso mehr beim ersten Rennen des Wochenendes. Die Strecke war noch nass und nur der schmale Streifen der Ideallinie war trocken. Das bedeutete einen Reifenpoker für die Teams und Fahrer, aber fast alle entschieden sich dafür, mit Trockenreifen ins Rennen zu gehen. Der Lauf musste zwei Mal gestartet werden. Beim ersten Versuch stürzte ein Fahrer, sodass aus Sicherheitsgründen ein Abbruch notwendig war. Beim Restart war es der Franzose Sebastien Diss, der mit seiner Kawasaki am besten weg kam. Eckhardts Start war ebenfalls gut, er reihte sich gleich an dritter Stelle ein. Der Sonthofener machte von Anfang an mächtig Druck und setzte sich bald an die Spitze. Die Führung wechselte dann pro Runde mehrmals. „Leider strapazierte ich meine weichen Reifen am Anfang zu sehr. Dadurch ließ der Grip zur Mitte des Rennens schon nach“, so Eckhardt. Im Verlauf des Rennens wurde er bis auf Platz vier zurück gereicht. Seinen ersten Sieg holte sich Eckhardt dann aber beim Sonntagsrennen. Erneut war es Sebastien Diss, der den besten Start erwischte. Der Franzose versuchte sich gleich in der ersten Runde vom Rest des Feldes abzusetzen. Aber diese Rechnung ging nicht auf, da er ohne Windschatten nicht die besten Voraussetzungen dafür hatte. Der Rest des Feldes konnte schließlich aufschließen. Aus dem ersten Lauf gelernt Nach etwa der Hälfte des Rennens hatte sich eine Sechser-Gruppe heraus kristallisiert, darunter auch Eckhardt. Es gelang dieses Mal keinem, sich vom Rest des Feldes zu lösen und so fiel die Entscheidung erst in der letzten Runde. Alle Fahrer kannten aber die so genannte „Salzburg-Regel", die besagt, dass der, der als Führender in die letzte Runde geht, das Rennen mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht gewinnt. „Diesen Grundsatz kannte ich natürlich und habe entsprechend gehandelt", klärte der spätere Sieger Eckhardt auf. „Diesmal fuhr ich mit Köpfchen, ich hielt mich das ganze Rennen zurück und schonte meine Reifen.“ Von Platz vier aus erkämpfte er sich in den letzten beiden Runden die Führung, fuhr dann aber in der so genannten Nocksteinkehre etwas weit, um nicht als Erster auf die Gegengerade zu müssen. Die Rechnung ging auf. Sebastien Diss schlüpfte innen durch und Eckhardt konnte ihn auf der Gegengerade aus dem Windschatten heraus überholen. Sascha Hommel machte es ähnlich und lag in den letzten drei Kurven in Schlagdistanz zu Eckhardt. „Ich wollte mit mehr Speed auf die Zielgeraden raus gehen", erklärte der Meisterschaftsführende Hommel. „Ich war an Pascal dran, aber als der einen ziemlich heftigen Rutscher hatte, musste ich das Gas etwas zudrehen." Ganz reichte es für Hommel am Ende nicht. Er wurde mit 0,023 Sekunden hinter Eckhardt Zweiter.

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