Großeinsatz der Isnyer Feuerwehr rund um die Uhr

"Land unter" auch in Isny

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Die Feuerwehr im Einsatz am Ursee.

Isny/Landkreis – Genau gesehen liegt Isny nicht direkt im vom Hochwasser gefährdeten Gebiet, aber in den Randgebieten entlang der Adelegg tobt sich bei derart extremen Wetterlagen wie in der vergangenen Woche und Dauerregen dieses Ausmaßes so mancher Bach mal richtig aus.

Er spült das Wasser aus den Tobeln der Adelegg Todholz und Geröll auf die Straßen und auch in den Kellern tiefer gelegener Häuser kommt man beim Wasserauspumpen ganz schön ins Schwitzen. 

Argen und Eschach haben sich durch den Dauerregen von Donnerstag bis Sonntag in reißende Flüsse verwandelt und der Starkregen hat auch das Überlaufbecken der Eschach bis zum Überlaufen gefüllt. Seit dem letzten großen Hochwasser 1999 hat sich am Ursee bei Beuren wieder einiges geändert, aber nicht zum Vorteil für die Anwohner. 

Die Biber haben an den Ausläufen bis zu 60 Zentimeter hohe Dämme gebaut und als zur Entlastung des Überlaufbeckens das Fetzachmoos geflutet wurde, stieg im Ursee der Wasserspiegel bedrohlich an. Auch hier war die Feuerwehr im Dauereinsatz und errichtete beim Haus Settelesmühle 2 eine Sandsackbarriere. Anne-Regina Sieber, Anwohnerin in diesem Haus, war sichtlich „angefressen“, denn seit langem versucht sie auf die Schwierigkeiten bei Hochwasser hinzuweisen. Zwar hatte die erste Landesbeamtin im Kreis Ravensburg Hilfe versprochen, aber ist dem offensichtlich nicht nachgekommen. In Rohrdorf meldete sich am Samstag gegen 20.30 Uhr der Bach aus dem Rohrdorfer Tobel, der zusammen mit dem kleineren Bach aus dem Kirchtobel endgültig nachts um 1 Uhr die Dorfstraße für sich beanspruchte. Der frisch ins Amt eingeführte Kommandant der Isnyer Feuerwehr, Markus Güttinger (siehe Artikel oben), war für den kompetenten Einsatz der Rohrdorfer Rettungskräfte voll des Lobes. 

Eine der schwierigen Stellen an der Argen liegt in Unterried. Auch hier ist die Argen über die Ufer getreten und die Spuren von Öl im Wasser führten zu einem schnellen Einsatz des Gefahrgutzuges der Isnyer Wehr. „Land unter“ gab es auch in Richtung Kreuzthal. In Winterstetten hatte die Eschach ebenfalls die Straße erobert. Hier waren die Feuerwehren und Anwohner voll damit beschäftigt, die rechtzeitig angelieferten Sandsäcke entlang der Straße zu platzieren. Man darf nie vergessen, das hinter Isny und in Richtung Kempten die Adelegg noch weitere drei bis vierhundert Meter emporsteigt und aus deren wilden Schluchten kommt dann das Wasser ungebremst bis in die ehemaligen Hochmoorgebiete. Der Felderhaldetunnel war am westlichen Eingang durch die Regengüsse von einem Erdrutsch aus der Steilhanglage bedroht. An dieser Stelle ist es allerdings nicht zum ersten Mal zu einem Abrutschen der aufgeweichten Erdmassen gekommen. Die Aufräumarbeiten gingen dort zügig voran.

ms

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