"Erwartungshaltung erfüllt"

Insgesamt 20 bis 25 Windkraftanlagen will das AÜW in Zukunft im Allgäu bauen. Archiv

Einen Jahresüberschuss in Höhe von 15 Millionen Euro hat das AÜW im Jahr 2010 erwirtschaftet. „Das ist ein Ergebnis, das unsere Erwartungshaltung erfüllt“, sagte Geschäftsführer Michael Lucke vergangene Woche im Stadtrat. Das AÜW ist für die Sicherstellung der Stromversorgung für Kempten, das Oberallgäu sowie für Teile des Ost- und Westallgäus zuständig. Regenerative Energieerzeugung in der Region und Klimaschutz sind wichtige Bestandteile der Unternehmensstrategie.

„Wir bauen konsequent die Erzeugung aus. Wir sind einer der innovativsten Energieversorger Bayerns. Wir stehen für eine regionale Vernetzung von Unternehmen rund um das Thema Energie. Wir bleiben ein attraktiver, unabhängiger Arbeitgeber.“ So formulierte Lucke die vier strategischen Ziele der Firma bis 2020. Das AÜW ist einer der größeren Arbeitgeber und Ausbilder (40 Auszubildende, 308 Mitarbeiter) im Raum Kempten/Oberallgäu und ein wichtiger Partner in der regionalen Wertschöpfung. Der Wertbeitrag liegt Lucke zufolge bei etwa 55 Millionen Euro für die Region. Ein wichtiges Ereignis im Jahr 2010 war unter anderem, dass das neue Wasserkraftwerk in der Keselstraße wieder vollständig ans Netz ging. Zudem wurden wichtige Beschlüsse für den Ausbau der Windkraft gefällt. Das waren der Baubeschluss für den Windpark vor Borkum sowie den Windpark Zieger in der Oberpfalz. Stadtrat Michael Hofer (ödp) kritisierte Luckes Aussage, dass das AÜW viel zur Wertschöpfung der Region beitrage. „Die Wertschöpfung wäre besser, wenn das AÜW mehr in der Region investieren würde.“ Hofer spielte dabei unter anderem auf den Windpark vor Borkum an. „Wir sind dabei, das Thema Windkraft im Allgäu weiterzubringen“, entgegnete der Geschäftsführer. Insgesamt 20 bis 25 Windkraftanlagen möchte die Firma im Allgäu bauen. Ein Problem im Zuge des Ausbaus der Windkraft sprach jedoch Ludwig Frick an. „Ich bin auch dafür, dass die Windkraft ausgebaut wird, aber ich bin gespannt, ob ein Standort gefunden wird, der ohne Widerstand der Bevölkerung verwirklicht werden kann.“ Keine Kritik am AÜW ließen Andreas Kibler (CSU) und Dieter Zacherle (FW) zu. Die beiden Stadträte bezeichneten die Firma als Aushängeschild für Kempten und meinten, dass man froh sein müsse, dass es so ein innovatives Unternehmen hier gibt. „Es ist unser AÜW und darauf können wir stolz sein“, meinte Zacherle.

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