Die etwas andere Galerie

Seit etwas mehr als einem Jahr betreibt Gebhard Stickel die Galerie „Die Andere“ in der Kornhausgasse und noch bis zum 19. November stellt Johannes Müller seine neuesten Arbeiten dort aus. Während sich Gebhard Stickel auf seine teilweise mit Kreiden kolorierten Papierschnitte konzentriert und den Versuch unternimmt, eine alternative und deutlich verjüngte Kulturszene zu etablieren, hat auch im Umfeld ein deutlicher Wandel stattgefunden.

Mitten drin im Wechsel ist auch Johannes Müller begriffen. Bisher waren es vor allem seine Installationen und teilweise provokativen Texte, die auf seine Ausstellungen aufmerksam machten. Das hat sich – im Augenblick zumindest – beachtlich gewandelt. Seine nun ausgestellten Acrylbilder sind unter dem Titel „Stadtmenschen“ Momentaufnahmen aus dem Großstadtleben in Berlin, München und Karlsruhe und beeindrucken durch sichere Farbwahl, Erfassen von Stimmungen und gestalterische Elemente, die deutlich mehr sind als nur die Wiedergabe naturalistischer Eindrücke. Viele der Bilder haben eine erstaunliche Tiefe und vermitteln den Eindruck, der Betrachter wäre selbst der Beobachter. Naturalistischer Ansatz Gerade ein großformatiges Bild mit Strand und Meeresküste fällt da noch aus dem Rahmen. Auch hier hat „Hani“ einen naturalistischen Ansatz und zeigt sich von einer neuen verspielten Seite. Schön, das es auch in der Kunstszene immer wieder Neues zu berichten gibt. Die Ausstellung lohnt allemal für einen Besuch. Nicht nur diese schöne Ausstellung ist es, was Gebhard Stickel umtreibt. Am 13. November ab 20 Uhr wird „EON“ einmal mehr in der Galerie auftreten und mit ihrer „Weltmusik“ die Zuhörer begeistern. Insider wissen, was sie dabei erwartet und die neue CD der Gruppe wird bei diesem Anlass ebenfalls vorgestellt. Neuer Förderverein? Die Galerie wird in den nächsten Wochen noch einmal erweitert und dann soll auch die Stunde eines neuen Fördervereins für Kunst anstehen, der deutlich das Spektrum in Isny erweitern soll. Besonders auch die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird dann in Zusammenarbeit mit Sven Pahl, dem Isnyer Streetworker, intensiviert. Potentiale gibt es genug und warum soll man nicht von mehreren Seiten her die Kunst- und Kulturszene neu beleben.

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