Geht gemeinsam besser

Europa trifft Bockbierfest

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Die Enzian-Musikanten sorgten für erfrischende Unterhaltung beim CSU-Bockbierfest und einen wunderbaren Ausklang.

Dietmannsried – Europapolitik mit Markus Ferber, Bockbier, leckeres Essen und Merkwürdiges aus der Sicht eines Müllmanns – das alles konnten die Besucher des diesjährigen CSU Bockbierfestes in Dietmannsried erleben.

Die europäische Union ist ein Garant für Frieden und Sicherheit, sagte der Europaabgeordnete Markus Ferber. Frieden und Sicherheit seien keine Selbstverständlichkeit. „Es stehen große Herausforderungen vor der Tür, die nur gemeinsam gelöst werden könnten“, sagte er. Im Verhältnis zu Bayern, mit seinen sieben Regierungsbezirken, besteht die EU aus 28 Mitgliedstaaten, die 24 unterschiedliche Sprachen sprechen und deren 751 Abgeordnete aus 212 unterschiedlichen Parteien kommen. „Einheitliche Politik für die über 512 Millionen Einwohner zu machen, ist aufgrund der länder- und regionsspezifischen Unterschiede nicht immer ganz einfach“, so Ferber. 

„Die Agrarförderung als Beispiel, kann nicht mit einer Einheitsprämie funktionieren, da die Lohn- und Flächenunterschiede zwischen den Ländern viel zu groß sind. Hier müssen in Abhängigkeit des Landes und der Hektarzahl unterschiedliche Prämien bezahlt werden. „Dies sehen aber meine Politikerkollegen aus Ländern mit einem niedrigeren Lohnniveau, wie z.B. Bulgarien oder Ländern mit sehr großen landwirtschaftlichen Betrieben, wie z.B. den Niederlanden völlig unterschiedlich“, so Ferber zu den Herausforderungen der täglichen Arbeit in Brüssel. Subsidiarität sei hier die Lösung und die EU könne dabei sicher von Bayern lernen. „Nicht alle Entscheidungen müssen zentral in Brüssel getroffen werden. Es gibt eine Vielzahl von Themenfeldern und Bereichen, in denen die Länder, Bundesländer, Landkreise und Gemeinden deutlich besser wissen, was gut für die Region ist oder nicht“, erläuterte Ferber. Auf der anderen Seite gibt es Aufgaben, die nur europäisch gelöst werden können und so plädierte der Europapolitiker leidenschaftlich für eine einheitliche Handels-, Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik. 

„Es wird nicht funktionieren, wenn z.B. Deutschland alleine mit den USA über Zölle spricht. Konzerne wie Google werden auch nicht reagieren, wenn z.B. Frankreich das Thema Urheberrecht auf die Tagesordnung setzt“, so Ferber. „Erstmalig besteht bei der EUWahl die Chance, dass mit Manfred Weber ein Bayer als Spitzenkandidat der bürgerlich-konservativen europäischen Volkspartei (EVP), Kommissionspräsident der europäischen Union wird. Insbesondere stehe Manfred Weber für ein stärkeres und selbstbewusstes Europa, das in zentralen Themen wie der Sicherung der Außengrenzen eine einheitliche Position bezieht“, so Ferber weiter. „Ländern wie China, den USA oder Russland möchte der Spitzenkandidat zu allen außenpolitischen Themen in einer gemeinsamen Sprache und auf Augenhöhe gegenübertreten. Musikalisch ging es nun weiter und die Enzian-Musikanten, deren Mitglieder aus vielen Allgäuer Kapellen kommen, spielten schöne Stücke bevor der Müllmann, alias Karl-Werner Sterk, das Rednerpult übernahm. „Wir leben in einer merkwürdigen Welt“, sagte die Initiatorin der „fridays for future“-Bewegung, Greta Thunberg, als sie vor kurzem die goldene Kamera bekam. Diesen Satz nahm der philosophierende Müllmann zum Anlass, um über allzu merkwürdiges in der Welt und hierzulande zu berichten. „Merkwürdige Dinge sind zum in die Tonne treten“, so Sterk. Diesen Satz wiederholten die Besucher zum Abschluss einer jeden Geschichte sichtlich begeistert. Vom Brexit, dem Dieselskandal und der Gorch Fock wusste der Müllmann zu berichten. Merkwürdiges passierte aber auch im Allgäu und so wunderte sich Sterk in gekonnter Weise über die Geschäftsflächendiskussion zwischen Dietmannsried und Kempten, einen Zebrastreifen in Wildpoldsried, die Diskussionen um die Agrarschau oder die Pläne der Stadt Kempten zum Thema Nahverkehr. „Was viele ja noch nicht wissen ist“, spekulierte Sterk, „dass das große Loch ja schon lange als Bergstation für die neue Seilbahn geplant sei“, so der Müllmann süffisant. 

kb

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