Ein Baum polarisiert

Mehr Sicht, schönere Stufen, einladende Liegen für die Burghalde

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"Mit den Pflegemaßnahmen wird die Burghalde wieder sichtbar und erlebbar", sagte im Bauausschuss Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann.
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Reparaturasphalt auf den Wegen.
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Der innere Bereich der Burghalde erhält eine zweilagige Spritzdecke.
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Eine Schwarzkiefer soll um der besseren Sicht Willen weichen. 

Kempten – Immer wieder angemahnte Verschönerungsmaßnahmen an der Burghalde rücken in greifbare Nähe.

Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann, der im Bauausschuss darüber sprach, schränkte allerdings gleich zu Beginn seines Berichts ein, dass es sich um „keine Großmaßnahmen“ handle, sondern um Pflege „im Rahmen des Unterhalts“. Geplant sind Baumfällungen, Gehölzschnitt und Asphaltierungsmaßnahmen.

So sollen die Asphaltflächen mittels „Reparaturasphalt“ einheitlicher gestaltet werden. „Fehlstellen“ an den Treppen werden repariert. Pflasterarbeiten sind vorgesehen. Der Gärtnerbrunnen erwacht mittels einer „gestalterischen Zwischenlösung“ aus seinem Schlaf. Liegen sollen zum Relaxen und Verweilen einladen. Für den inneren Bereich ist eine zweilagige Spritzdecke für 40.000 Euro angedacht. 

Die Verwaltung will sich auch den Wildwuchs vorknöpfen. Auf Höhe des Handlaufs soll er weichen und die Sicht freigeben. Außerdem müssen 35 Bäume fallen, die nicht mehr die nötige Vitalität mitbrächten. Zahlreiche Eschen mit Triebsterben, Robinien in Schräglage und Bäume mit Pilzbefall werden gefällt. Weil an der Burghalde schwierige Bedingungen herrschen, sind außergewöhnliche Maßnahmen fällig. Entweder entschweben die Bäume am Helikopterseil oder Baumkletterer nehmen sich ihrer an. Wiedemann rechnet hier mit Kosten von 35.000 Euro. In Zukunft werde man sich aber leichter tun. Dass auch eine Schwarzkiefer weichen soll, und das nur um der Aussicht Willen, gefällt Theo Dodel-Hefele von den Grünen überhaupt nicht. Er rechnet hier mit Protesten aus der Bevölkerung.

Diesen Einwand konnte wiederum Erwin Hagenmaier (CSU) nicht verstehen: „Bisher ist immer der Wunsch an uns herangetragen worden, das Wahrzeichen wieder sichtbar zu machen. Wenn dafür ein Baum zum Opfer fallen muss, dann ist das betrüblich, aber hinnehmbar.“ In die gleiche Richtung argumentierte Siegfried Oberdörfer (SPD). Er mahnte an, jedes Jahr Pflegemaßnahmen anzuberaumen. Denn im Moment mache das Ganze „einen vernachlässigten Eindruck“.

Wie Wiedemann hinzufügte, sei die Schwarzkiefer an einer steilen Böschung hinaufgewachsen, weshalb sie spätestens in den nächsten Jahren fällig sei. Der große Aufwand rechtfertige es, sie gleich mitzuentfernen. Trotzdem stimmte Dodel-Hefele als einziger gegen die geplanten Verschönerungen. Schon im Februar steht die Busch- und Baumpflege auf dem Programm. Die Maßnahmen sind bereits dem städtischen Betriebshof zugegangen. Einige Sträucher und Boschen sind schon gekürzt worden. 

Susanne Lüderitz

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