Fähigkeiten erkennen

Über großes Interesse freuten sich die Veranstalter des Informationsabends am Kemptener Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer (HWK) Schwaben. Rund 85 Eltern von Schülerinnen und Schülern der vier siebten Klassen der Volksschule an der Hofmühle hatten sich eingefunden, um näheres über das 14-tägige Praktikum ihrer Sprösslinge in den Räumen und Werkstätten des BTZ zu erfahren.

Das Projekt „MAX“ im Rahmen von „Zukunft bringt’s“ wird von der Schule heuer bereits zum zweiten Mal in Kooperation mit der Stadt Kempten und dem BTZ angeboten. Jeweils im Turnus von zwei Tagen sollen die Siebtklässler in der Praxis herausfinden, wo ihre handwerklichen Neigungen und Fähigkeiten liegen. Unter Anleitung von Handwerksmeistern stehen dafür Tätigkeiten aus Berufen wie Friseur, Raumausstatter, Zimmerer, Metaller oder wie sie in der Großküche gefragt sind, auf dem Programm. Vom Dauerwellen legen oder Maniküren über Bohren, Sägen, Polstern, Lebensmittel zubereiten und vieles mehr sind eine ganze Reihe unterschiedlicher Fertigkeiten gefragt. Die hergestellten Werkstücke, wie eine gepolsterte Holzkiste, eine Windmühle aus Holz oder ein Pendel mit Magnet, dürfen die Praktikanten zur Erinnerung auch mit nach Hause nehmen. Am Ende gibt es außerdem ein Zertifikat, das später bei der Ausbildungsbewerbung vorgelegt werden kann. Trotz derzeitigem „Krisenszenario“ war Cord Rohdenburg, Leiter des BTZ in Kempten, sehr am Nachwuchs für das Handwerk gelegen, da es früher oder später sonst wieder zum Fachkräftemangel kommen werde. Es sei wichtig, dass Fähigkeiten frühzeitig erkannt würden. Als „schlimm“ erachtete er, „wenn Jugendliche am Ende der neunten Klasse nicht wissen, was sie wollen oder können“, mahnte er die anwesenden Eltern. Wichtige Hilfestellung Aber auch im Herausfinden „was sie nicht können“, sah Hans Dobler, Rektor der Volksschule an der Hofmühle, eine Hilfestelle für die spätere Berufsentscheidung. Bevor die Gäste bei einer Besichtigung der Werkstätten noch viele Fragen stellen konnten, zeigte ein kleiner Film unter anderem über das im vergangenen Jahr erstmals ausgeführten Praktikum am BTZ, mit welcher Begeisterung sich die nun ehemaligen Siebtklässler den handwerklichen Anforderungen gestellt hatten.

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