Wer mit dem Bus fährt, zahlt drauf

Wer künftig abends im vollbesetzten Bierzelt der Allgäuer Festwoche mitfeiern und anschließend mit dem Bus nach Hause fahren will, muss heuer dafür 4,50 Euro bezahlen. Foto: Archiv

Bei einer Gegenstimme – Thomas Hartmann (Die Grünen) wollte sich mit der neuen Preisgestaltung für den nächtlichen Busservice nicht anfreunden – segnete der Werkausschuss die Eintrittspreise für die Allgäuer Festwoche 2011 ab. Neu ist, dass es neben der Abendkarte für 2,50 Euro eine Abendkarte plus für 4,50 Euro geben wird, die den nächtlichen Busservice einschließt. Auch Inhaber jeder anderen Festwocheneintrittskarte sollen auf dem Gelände nachträglich ein Busticket für zwei Euro erwerben können.

Verschiedenfarbige Plastikarmbänder sollen die Festwochenbesucher in diesem Jahr entsprechend ausweisen. „Die Entwicklung der Nachtkurse ist zwar erfreulich“, so Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher, aber logistisch stoße man jetzt an die Grenze. Dass es schwierig sei, einen Teil des Services wie bisher auf alle Abendbesucher umzulegen, betonte auch OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Für zwei Euro habe der Besucher hier einen „Super-Service“, der von zwei auf vier Abfahrtszeiten zwischen 22.15 Uhr und 00.45 Uhr erweitert werde. Das sei auch im Sinne des Jugendschutzes ein „echter Qualitätssprung“. Als „sehr gut“ bezeichnete Siegfried Wehrmann (SPD) den Vorschlag und Herbert Karg machte deutlich, dass „wir mit diesem bisher kostenlosen, jetzt fast kostenlosen Service“ im Vergleich zu anderen Messen in der Umgebung ein „absolutes Alleinstellungsmerkmal haben“. Anders sah das Thomas Hartmann von den Grünen, der es eher „für einen Rückschritt“ hielt, da er fürchte, die Extrakosten würden gerade von Jugendlichen nicht angenommen werden. Er plädierte für die weiterhin „unbürokratische Lösung“. Netzer dagegen bezweifelte, dass eine dann nötige Preiserhöhung für die normale Abendkarte „auch von den Nichtnutzern“ des Busservices akzeptiert würde. Minimale Änderungen gibt es weiters bei den Preisen für Seniorenkarten am Seniorentag, die von bisher 4,50 Euro auf fünf Euro angehoben werden. Die Schnupperkarte ab 15.30 Uhr sowie die ermäßigte Eintrittskarte II erhöhen sich jeweils um 20 Cent auf fünf Euro. Die geringfügigen Erhöhungen seien, so Dufner-Wucher, nötig geworden, um „die Preisstruktur etwas zu vereinfachen“. Das bislang komplizierte System verursache zu „hohe Kosten“.

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