Bauausschuss gibt OK 

Fahrradspaß im Engelhaldepark und am Bachtelweiher 

Direkt am Kletterturm jagen Bewegungsfreunde bald dem Beachvolleyball nach. Und für Radler wird es in Wellen durch den neuen Pumptrack gehen.
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Direkt am Kletterturm jagen Bewegungsfreunde bald dem Beachvolleyball nach. Und für Radler wird es in Wellen durch den neuen Pumptrack gehen.

Kempten – Das einstimmige OK vom Bauausschuss für einen Pumptrack und einen Beachvolleyballplatz im Engelhaldepark gab es am Dienstag vor einer Woche. Bei den vom Quartiersmanagement Kempten-Ost organisierten Workshops im Vorfeld hatte sich herausgestellt, dass den Fahrrad-Fans ein Pumptrack und eine Jumpline wichtiger sind als ein kleinstrukturierter Bikepark mit vielen Elementen. 

In einem Pumptrack versucht der Radler, sich durch „Pumpbewegungen“ des Körpers fortzubewegen. Dafür sind Wellen, Steilkurven und auch kleinere Sprünge im asphaltierten Parcours installiert. „Die Biker starten immer von einem erhöhten Punkt aus“, um den Schwung mitzunehmen, erklärte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann. In der Nähe des Kletterturms im Engelhaldepark soll so ein Pumptrack entstehen. Auch ein Parcours für Kinder soll hier Platz finden. Und direkt angrenzend können sich künftig auch Beachvolleyballfreunde im Sand austoben.

Mit dem „Städtebauförderprogramm Kempten-Ost“ und den darin enthaltenen Zuwendungen für „Erneuerungsmaßnahmen im Investitionspaket Sportstätten 2020“ ist die Finanzierung für beide Anlagen zu 90 Prozent gedeckt. Noch diesen Herbst soll der Bau über die Bühne gehen. Im Haushalt sind 340.000 Euro dafür eingestellt. Wiedemann warnte, dass auf die Stadt noch Entsorgungskosten zukommen können, wenn Salze und Chloride aus alten Baumaterialien im Boden auftauchen.

Etwas anders sieht es mit der „Jump-Line“ aus, die oberhalb des Sportplatzes Bachtelweiher entstehen soll. Hier geht es um größere Sprünge mit dem Zweirad. Beim Workshop hatte sich herausgestellt, dass sich weder Biker noch Verwaltung eine solche Strecke aus Erde im Engelhaldepark vorstellen können. Angedacht ist ein Verein, dessen Mitglieder selbst beim Bau kräftig mit anpacken. Auch für den Unterhalt, Gestaltung und die Pflege sollen die Vereinsmitglieder sorgen. Sie wollen noch heuer mit dem Projekt loslegen. Die Finanzierung dieser Strecke soll über Sponsoring und eine Leaderförderung gesichert werden. Die Stadt will ihrerseits Material bereitstellen und bei den Planungen helfen. 

Erwin Hagenmaier (CSU) bemängelte, dass es nicht sehr einladend sei, das öffentlich zugängliche Terrain der Jumpline einzuzäunen. Wie Baureferent Tim Koemstedt erklärte, gehe es hier um Haftungsfragen. „Wenn selbst Hand angelegt wird, findet nicht immer eine TÜV-Prüfung statt.“ Und was passiert, wenn der Verein sich auflöst?, wollte Stephan Prause wissen. In diesem Fall geht die Anlage an die Stadt über, der auch der Grund gehört. 

Susanne Lüderitz

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