Sicherheit auf der Festwoche

Betonpoller zum Schutz

Wie jedes Jahr fand auch heuer wenige Tage vor dem Start der Allgäuer Festwoche ein Pressegespräch zur Sicherheit der Veranstaltung statt. Wichtigste Neuerung heuer: Vier Tore (2x Salzstraße, Bodmanstraße, Königstraße) werden mit einem sogenannten Fahrzeug-Blockiersystem abgesichert. 

Das Fahrzeug-Blockiersystem (FBS) besteht aus Betonpollern mit einem Innenleben aus Stahl, die durch Stahlseile verbunden sind. Fährt ein Fahrzeug wie beispielsweise ein LKW hinein, ziehen sich die Betonpoller zusammen und bringen das Fahrzeug innerhalb weniger Meter zum Stehen. Wie das System funktioniert, können sich Interessierte auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/Kreisbote.Kempten/ in einem Video ansehen. Flucht- und Rettungswege bleiben trotz FBS frei, da die Stahlseile jederzeit von Sicherheitsleuten ausgehängt werden können.

Die Betonpoller werden wegen der allgemeinen Situation aufgestellt, , erläuterte Bürgermeisterin Sibylle Knott. „Konkrete Gefährdungshinweise liegen keine vor“, betonte Günter Hackenberg, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Kempten. Diese Maßnahme sei mittlerweile Standard bei Festen dieser Größenordnung. In Bayern gelte immer noch eine erhöhte, abstrakte Gefährdungslage, auf die angemessen und besonnen reagiert werde. So sind auch in diesem Jahr Beamte der PI (in Uniform und in Zivil) auf und im Umfeld der Festwoche unterwegs. „Wir haben genügend Personal vor Ort“, so Hackenberg.

Außer der Anmietung des Fahrzeugblockiersystems sei beim Sicherheitskonzept für die Allgäuer Festwoche größtenteils alles beim Alten, so Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher. Wie jedes Jahr sei es optimiert und ergänzt worden und es wurde ein Feuerwehrplan erstellt. Wie im vergangenen Jahr werden auch heuer Taschenkontrollen durchgeführt. Ab 17 Uhr dürfen nur Taschen, die die Maße 10x15x20 Zentimeter nicht überschreiten, mit auf das Gelände genommen werden. Um die Größe zu kontrollieren, wurden Schablonen angefertigt. „Taschen, die größer sind, werden von unserem Sicherheitspersonal abgenommen“, so Dufner-Wucher. Im Tagbetrieb dürfen auch größere Taschen und Rucksäcke mitgenommen werden, diese werden jedoch an den Eingängen kontrolliert. „Die Akzeptanz der Besucher war im vergangenen Jahr ganz gut.“ Um die Verletzungsgefahr an Glasscherben zu verringern, gibt es auch heuer Personal, das herumliegende Glasscherben einsammelt.

Auf den Jugendschutz wird weiter großen Wert gelegt. Das Amt für Jugendarbeit wird an drei Schwerpunkttagen „erzieherischen Jugendschutz“ durchführen, wie Amtsleiter Oliver Huber erläuterte. Ansonsten gebe es die normale Zusammenarbeit mit der Polizei und der Sicherheitswacht.

Abschließend hatte Dufner-Wucher noch eine Bitte: Autofahrer, die jemanden von der Festwoche abholen, sollen dafür nicht an die ZUM fahren, denn hier behindern sie oftmals die Busse. „Besser ist zum Beispiel der Bereich der Residenz, da ist viel mehr Platz.“

Melanie Weidle

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