Fairer Verlierer

Was schon länger vermutet wurde, ist seit Mittwoch Gewissheit: Regensburg und nicht Kempten wird künftig das „Museum für Bayerische Geschichte” beheimaten. Im Kemptener Rathaus hat man die Entscheidung mit einem lachenden und einem weinenden Auge aufgenommen.

„Es musste ja so kommen, dass das Museum nach Altbayern geht”, meinte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) am Mittwoch. Nichts desto trotz gratulierte er Regensburg „ganz herzlich”. Den Grund, warum Regensburg letztlich den Zuschlag erhielt, vermutet er in der Lage der Stadt. „Wir liegen aus Sicht der Münchner wohl zu wenig zentral.” Obwohl die Entscheidung gegen Kempten gefallen ist, kann Netzer der ganzen Sache etwas positives abgewinnen. „Es war wichtig, dass wir mit Kempten im Gespräch waren”, erklärte er. „Wir haben oben mitgespielt.” Erfreulich sei auch, dass alle Parteien und die Bürger hinter der Bewerbung gestanden hätten. „Das hat große Resonanz in der Bevölkerung gefunden”, so Netzer. „Wir haben Flagge gezeigt.” Nun hofft der Rathauschef darauf, dass die Stadt künftig gewissermaßen als Ausgleich bei anderen Projekten zum Zuge kommt.

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