Die Familie im Vordergrund

Der Anfang ist seit Mittwochabend gemacht, doch auf die rund 30 Gründungsmitglieder des Vereins Familienfreundliches Kempten wartet noch viel Arbeit: Künftig ein großes Netzwerk zwischen allen familienfreundlichen Organisationen aufzuziehen, ist das Hauptanliegen des neuen Vereins, der aus dem Aktionskreis Familienfreundliches Kempten hervor gegangen ist.

Über acht Jahre nach der Gründung eines Aktionskreises haben vergangenen Mittwoch die neuen Gründungsmitglieder den Verein Familienfreundliches Kempten aus der Taufe gehoben. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) stand im Haus der Senioren zur Seite. Zusammen mit Staatssekretär Dr. Gerd Müller (CSU) trug auch er sich in die Mitglieder-Liste ein. Unter Anleitung des Jugend-, Schul- und Sozialreferenten der Stadt Kempten, Benedikt Mayer, verabschiedeten die Mitglieder die Satzung und wählten ihren Vorstand. Dementsprechend führt die Initiatorin Claudia Dress den Verein, ihr Stellvertreter ist Prof. Dr. Jüster. Die selbstständige Unternehmensberaterin, die vier Kinder hat, leitetete den Aktionskreis bereits in den vergangenen Jahren. Sie bringt nicht nur Erfahrung, sondern auch den Wunsch mit, „Strukturen zu schaffen“. Eine familienorientierte Kommune, Perspektiven für Kinder und Jugend und die Einbeziehung der Bedürfnisse aller Generationen liegen ihr besonders am Herzen. Alexander Rauch, Steuerberater der Kanzlei Theurer&Rauch, führt künftig die Vereinskasse, Rita Schindele, ehemalige Chefarzt-Sekretärin, fungiert als Schriftführerin. Der neue Vorstand amtiert zwei Jahre. Die Satzung sieht ordentliche und korporative Mitglieder vor, die alle gleiches Stimmrecht haben. Der obligatorische Beitrag wurde ebenfalls von der Gründungsversammlung beschlossen und beträgt zehn Euro jährlich. Nun gilt es weitere Mitglieder, darunter auch andere Initiativen, Verbände oder Behörden, wie beispielsweise die Caritas oder Pro Familia, zu gewinnen. „Das Zusammenspiel ist außerordentlich wichtig“, so Dress. Vorbild sein Die nächsten Schritte heißen: Kempten als familienfreundliche Stadt im Allgäu, oder sogar das Allgäu als familienfreundliche Region, zu profilieren und eine gebündelte Anlaufstelle für ratsuchende Familien darzustellen. „Erst jetzt nach der Vereinsgründung können wir diese Dinge konkret angehen, als reines Ehrenamt sind wir durch zu hohe Risiken an Grenzen gestoßen“, erklärte Dress. Bereits viel bewegt Doch bereits als Aktionskreis wurde in Kempten viel bewegt: Durch eine Familienstudie in den Jahren 2003/2004 wurden über Schulen und Kindergärten 41,6 Prozent der Kemptener Familien erfasst. Die Ergebnisse nahm der Aktionskreis zum Anlass, neue Projekte zu entwickeln. Dazu gehörte die Erstellung eines Familienberatungsführers, der familienrelevante Informationen zusammenfasst. Zudem gründete man das Familieninformationszentrum FIZ, das sowohl als Anlaufstelle als auch als Datenbank oder Anbieter-Vernetzung dient. OB Dr. Ulrich Netzer unterstrich schließlich den Erfolg der Familienfreundlichkeitsprüfung, ein Kriterienkatalog für Einrichtungen und Geschäfte in Kempten hinsichtlich deren familienfreundlicher Atmosphäre.

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