Kinderkrippe öffnet ihre Pforten

Endlich Eröffnung

Dietmannsried – Nach rund acht Monaten Bauzeit konnte am vergangenen Freitag die Dietmannsrieder Kinderkrippe feierlich eröffnet werden. Das ovale Holzgebäude, das bereits den liebevollen Spitznamen „Ei“ oder „Nest“ trägt, wurde an den seit 1997 bestehenden Kindergarten Regenbogen angegliedert.

Seit Ende letzten Jahres werden in den zwei (bereits ausgebuchten) Krippengruppen 24 Kleinkinder zwischen einem und drei Jahren liebevoll betreut. „Wir sind eine kinderfreundliche Gemeinde“, findet denn auch Rathauschef Hans-Peter Koch (CSU). „Heute ist ein guter Tag für die Kleinkinder in unserer Gemeinde“, freute sich Bürgermeister Koch in seiner Rede zur offiziellen Einweihung der Dietmannsrieder Kinderkrippe, bei der diese auch von Benefiziat Jaby und Pfarrerin Andrea Krakau gesegnet wurde. Die Marktgemeinde habe in punkto Kinderbetreuung in den letzten mehr als 20 Jahren sehr viel getan. Zu dem anfänglich einen Kindergarten sind mittlerweile vier weitere in den Gemeindeteilen hinzugekommen, mit einer Krippengruppe in Probst- ried und nunmehr zwei in Dietmannsried. 

 Lange Vorgeschichte 

Dem Bau der jetzt in der Schulstraße eröffneten Krippe seien jahrelange, „teils unerfreuliche“ und zähe Diskussionen um das „wo, wie, wann“ und „ob überhaupt“ vorausgegangen, erinnerte sich der Rathauschef. Aufgrund des seit dem 1. August 2013 geltenden Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr habe man sich 2011/12 dann aber zu dem Neubau durchgerungen, dessen erster Spatenstich im März 2013 stattfand. 

Nicht ganz im Zeitplan 

Der geplante Fertigstellungstermin im August 2013 konnte zwar aufgrund des schlechten Wetters während der Bauphase nicht ganz eingehalten werden, doch ab November konnten die Kleinsten – die teilweise übergangsweise in einem Gruppenraum des Kindergartens betreut worden waren – endlich die neuen Räumlichkeiten beziehen. Im Frühjahr steht nur noch die Fertigstellung der Außenanlagen an. „Die betroffenen Eltern zeigten für den zeitlichen Verzug glücklicherweise viel Verständnis“, so Hans-Peter Koch. Die Kosten des ovalen, in Holzständerbauweise errichteten Gebäudes, das zwei Gruppen- und zwei Schlafräume, einen Bewegungsraum, eine Garderobe, einen Hauswirtschaftsraum, einen begehbaren Lichthof, Sanitärräume, sowie eine Küche mit Essmöglichkeit für die Kinder (zwei Köchinnen kochen hier abwechselnd für die Kleinen) beherbergt, beliefen sich auf rund 800 000 Euro. 560 000 Euro davon konnten über Fördermittel des Freistaats Bayern abgedeckt werden. 

Die beiden Kleinkindergruppen mit je zwölf Kindern zwischen einem und drei Jahren und jeweils drei pädagogischen Betreuerinnen – insgesamt konnten fünf neue Mitarbeiterinnen eingestellt werden –, sind bereits ausgebucht. „Wir haben aber noch Kapazitäten frei“, beruhigte Koch. Kindergartenleiterin Ursula Schopp zeigte sich begeistert über die neuen Räume. Jetzt sei sie „glücklich – und zugegebenermaßen auch ein bisschen erleichtert, dass die Baumaß- nahmen nun endlich beendet sind.“

Am 18. Mai ist die Bevölkerung am Tag der offenen Tür herzlich zu einem Besuch im „Ei“ eingeladen.

Sabine Stodal

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