Fehlende Grundlage?

Oberste Priorität nach den Schulen hat im Finanzplan der Stadt der Bau der Nordspange. Allerdings scheint sich die Planung für das 12-Millionen-Euro-Projekts wegen Nachbesserungsarbeiten zu verzögern, wie Baureferentin Monika Beltinger am Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss durchblicken ließ. Die überarbeiteten Pläne sollen nun im Januar der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

„Aufgrund verschiedener Rahmenbedingungen müssen wir noch mal in die Planung“, erläuterte Beltinger gegenüber dem KREISBOTEN. „Wie die Brücke und wie weit sie spannt“ müsse noch einmal überprüft werden. Nach Informationen des KREISBOTEN gibt es in der Bauverwaltung offenbar handfeste Zweifel, ob der weiche Untergrund in der Stiftsbleiche das nach bisherigen Überlegungen etwa 150 Meter lange Brückenkonstrukt trägt. Deshalb wird anscheinend überlegt, die Länge auf rund 100 Meter zu reduzieren. Hinter vorgehaltener Hand wird im Rathaus außerdem gemutmaßt, dass anders der Kostenrahmen von rund 12 Millionen Euro auch gar nicht einzuhalten ist. Darüber hinaus müssen laut Beltinger noch offene Fragen hinsichtlich der Ausgleichsflächen geklärt werden. Nach wie vor virulent ist ihren Angaben zufolge auch die ausstehende Einigung zwischen Bund und Stadt. Während die Stadt Kempten die benötigten Flächen lediglich pachten will, beharrt der Bund weiterhin auf einen Kauf der Areale.

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