Zeitplan für Hildegardplatz nicht mehr zu halten

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Bis hierhin und nicht weiter? Derzeit fehlt es an Pflastersteinen um noch rechtzeitig mit der Fahrbahn über den Platz fertig zu werden.

Kempten – Irgendwie war es ja abzusehen, seit Donnerstag ist es Gewissheit: Der Zeitplan für den Umbau des Hildegardplatzes ist wohl nicht mehr zu halten. „Wir sind hinterher“, gestand Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann im Bauausschuss auf Anfrage ein.

Insbesondere die Fahrbahn über den Platz bereitet den Planern Sorgen. „Wir müssen uns Plan B überlegen“, so Wiedemann. Einen neuen Zeitplan konnte er noch nicht benennen. 

Damit sind OB Dr. Ulrich Netzers (CSU) ambitionierte Pläne, noch heuer mindestens die Hauptarbeiten abzuschließen, in Gefahr. Zuletzt beim offiziellen Spatenstich Anfang April hatte Netzer an alle Beteiligten appelliert, den Zeitplan im Auge zu behalten. Offenbar vergebens.

Das Hauptproblem von Wiedemann und seinen Mitarbeitern sind die Pflastersteine aus China für die Fahrbahn über den Platz. Denn welche mit der notwendigen Qualität sind schlicht und ergreifend nicht genügend vorhanden - und das, obwohl sie seit Ende Mai in ausreichender Menge eigentlich da sein sollten. „Wir würden weiter bauen, wenn das Pflaster da wäre“, betonte Wiedemann am Donnerstagabend im Bauausschuss. „Wir leben von der Hand im Mund.“ Daher seien bisher erst 70 Prozent der Fahrbahn hergestellt worden. Wann die übrigen 30 Prozent – der Bereich Zufahrt beim „Stift“ bis ungefähr dort, wo vergangene Woche das große Zelt stand – in Angriff genommen werden können, darüber könne derzeit keine Aussage getroffen werden. 

In zwei Wochen soll zunächst mit dem Lieferanten der Steine verhandelt werden, da durch die erheblichen Verzögerungen auch die Kosten steigen. Die Mehrkosten würden eins zu eins an den Pflasterstein-Lieferanten weiter gegeben, so Wiedemann.

Die für Samstag geplanten Programmpunkte auf dem Platz im Rahmen des Familientags sollen aber wie geplant stattfinden können. Und bis zur Kunstnacht am 21. September soll zumindest der Platz so weit sein, dass dort die geplanten Aktionen über die Bühne gehen können. 

Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie in Ihrem Mittwochs-Kreisboten.

Matthias Matz

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