Stadtbücherei: Jahresbericht und Führung für den Gemeinderat

Trotz Raumnot erfolgreich

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Die Leiterin der Stadtbücherei: Anette Schmid.

Isny – Es gibt schon eine ganze Reihe von Gemeinderäten, die nicht zu den regelmäßigen Kunden der Isnyer Stadtbücherei gehören und für die anderen war es auch kein Fehler, sich vor Ort von den Raumverhältnissen zu überzeugen.

Denn bevor jetzt im Gemeinderat der Jahresbericht der Stadtbücherei vorgetragen wurde, konnten sich die Gemeinderäte selbst von der aktuellen Situation überzeugen: Immer noch nehmen die Medienangebote zu, immer noch sind die Regale bis zum letzten Winkel ausgenutzt und immer noch ist die Diskrepanz zwischen Standard und Wirklichkeit riesengroß. 

20 000 Bücher und Medien sind in der Stadtbücherei vorrätig und dafür wäre landesüblich ein Raumangebot von 600 Quadratmeter Standard. In Isny aber stehen gerade einmal 220 Quadratmeter zur Verfügung. Auch diese Zahlen sind längst überholt: Für rund 14 000 Einwohner sind als Standard 28 000 Medien zur Verfügung zu halten. Das entspräche einem Platzbedarf von rund 750 Quadratmetern. 

Weitere Punkte, die nicht optimal sind: In der Belletristik für Erwachsene sind die untersten Regale zu tief und in der Kinderabteilung kommen die kleinen Bücherwürmer nicht an die oberen Regale. Das Mini-Büro hat die Maße eines kleinen Badezimmers und das bei dem beschränkten Platzangebot auch noch Internetbetrieb und DVD-Ausleihe möglich ist, liegt nur an der endlosen Geduld und der Freundlichkeit des Personals. In der Stadtbücherei wird seit Jahrzehnten improvisiert, aber irgendwann ist auch dort der Punkt erreicht, wo es nicht mehr weiter geht. 

Mit diesen Einblicken aus der Führung vor Ort ging es in die Gemeinderatssitzung und dort trug Anette Schmid, Leiterin der STABÜ, ihren Jahresbericht vor. Die Ausleihe insgesamt belief sich 2013 auf 82 829 Medien aus dem Bestand und 253 Fernleihen. 1239 Stunden betrugen die Öffnungszeiten, Homepagebesuche lagen bei 42 907 und für die 334 Filme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurden 3755 Ausleihen verzeichnet. Die Personallage ist unverändert. Neben Leiterin Anette Schmid, der Fachangestellten Katja Grob (70 Prozent) und der technischen Angestellten Bianca Hochstein (50 Prozent), arbeiten drei Aushilfskräfte (Schülerinnen), Catarina Dauzenroth, Lisa Singer und Kari Höfle, mit einer gemeinsamen Wochenarbeitszeit von circa fünf Stunden in der Bücherei. 

Die Gemeinderäte sprachen ihren Dank für die geleistete Arbeit aus und formulierten einmal mehr die Absichtserklä- rung, in absehbarer Zeit für räumliche Entlastung zu sorgen. Die Stadtbücherei ist ein Anlaufpunkt für viele Isnyer jeder Altersklasse. Rund 400 Besucher dürften es täglich sein und pro Öffnungsstunde sind es im Schnitt 67 Medien, die über den Tisch gehen.

Manfred Schubert

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