Feierliche Eröffnung der MangBox in renovierter Südhalle der St.-Mang Kirche

Neuer Ort des Miteinanders

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Den ersten Blick auf die fertiggestellte MangBox in der Südhalle der St.-Mang Kirche warfen unter anderem (v.l.) Architekt Weber, Pfarrer Hartmut Lauterbach, Dekan Jörg Dittmar, Leiter des Sozialpsychatrischen Zentrums Kempten, Olaf Höck, Pfarrerin Andrea Krakau, Kulturamtsleiter Martin Fink und Pfarrer Klaus Dotzer.

Kempten – Es gibt die bigBOX, die kultBOX und nun hat Kempten eine weitere Box hinzubekommen. In der Südhalle der St.-Mang- Kirche wurde am Sonntagvormittag nach dem Gottesdienst im Beisein vieler Gäste die MangBox eröffnet. Diese neue Location wird zukünftig von der Kirchengemeinde Sankt Mang, der Diakonie Kempten und dem Kulturamt der Stadt Kempten genutzt und betrieben werden.

Dass die MangBox in unmittelbarer Nachbarschaft zur Erasmuskapelle heuer fertig gestellt werden konnte, ist den vielen Spendern der von der Kirchengemeinde Sankt Mang ins Leben gerufenen Aktion „Gebäude mit Geschichte sucht Menschen mit Herz“ zu verdanken. Nach der großen Innenraumsanierung im Jahre 2007 nahm die Gemeinde Sankt Mang die noch ausstehende Reinigung und Überholung der Hauptorgel, der Anpassung des Geläuts und der Sanierung der Südhalle mit Einbau der MangBox in Angriff. Ziel des dritten Projektes war es nach den Worten von Pfarrer Hartmut Lauterbach „…einen Platz für das Miteinander ins Gespräch Kommens und des Aufeinanderzugehens zu erschaffen“. Vorerst war die aus drei Seitenkapellen Anfang des 16. Jahrhunderts errichtete Südhalle lediglich als Abstellfläche genutzt worden. Den Besuchern vermittelte sie den Charme eines zusammengeschusterten Bretterverhaus, der über die Jahre hinweg zudem durch die zuständige Behörde der Stadt Kempten als einsturzgefährdet eingestuft wurde.

Eröffnung der "MangBox" in Kempten

"Dreifaltige Nutzung"

Die Idee der Kirchengemeinde war es im Zuge der notwendigen Renovierung ein Projekt zu realisieren, dass das Gemeindeleben näher an die Kirche heranrücken sollte. Mit dem Bau der MangBox sollten gleich drei Ziele verwirklicht werden: einen schall- und wärmegeschützten Ort für den Ticketverkauf für die nahe Erasmuskapelle zu schaffen; einen Ort, der als Café, Ausstellungs- und Veranstaltungsraum genutzt werden kann, zu kreieren und einen Ort gelebter Inklusion zu verwirklichen. Damit waren von Beginn an drei Akteure im Boot: die Kirchengemeinde Sankt Mang unter Federführung von Dekan Jörg Dittmar und Pfarrer Hartmut Lauterbach, die Diakonie Kempten unter der Rigide von Geschäftsführerin Indra Baier-Müller und das Kulturamt unter der Leitung von Martin Fink.

Dank gilt Vielen

Zur feierlichen Einweihung der MangBox am Sonntag kamen viele Vertreter des öffentlichen Lebens der Stadt Kempten in die St.-Mang-Kirche. OB Thomas Kiechle sprach seinen Dank all jenen aus, die hier an prominenter Stelle „…einen Ort der Begegnung geschaffen hätten, der für alle Bürgerinnen und Bürger einen Mehrwert bereit hält“. „Gott ist, wo mein Herz ist“, zitierte Kiechle den großen Reformator Martin Luther und bedankte sich explizit bei allen Beteiligten des Projekts, „…die sich engagierten, weil es ihnen wichtig war“. Das waren neben den Erwähnten u.a. der Vorsitzende der Freunde der Altstadt Kemptens e.V., Dietmar Markmiller, der ehemalige Leiter des Staatlichen Bauamts Kempten, Bruno Fischle, die Architekten Ulrike Steinhauser und Weber und der Leiter des Sozialpsychatrischen Zentrums Kempten, Olaf Höck. Gekostet hat die Sanierung der Südhalle rund 100.000 Euro und der Bau der MangBox rund 65.000 Euro.

Jörg Spielberg

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