Fernwärmeversorgung kommt

Helen Maus, (v.l., Vorstand der FEGI), Bernd Böck, Geschäftsführer der Natur-Energie, Manfred Behrning, Vorstand der FEGI, und Klaus Schwarz für die Firma Zollikofer unterzeichnen vergangene Woche die Verträge. Foto: Schubert

Die Stadt Isny begrüßt die Absicht der Bio-Energie Isny GmbH, im Bereich des Schulzentrums und der Altstadt eine Fernwärmeversorgung aufzubauen und alle dafür notwendigen Schritte in die Wege zu leiten. Zwischen der Bio-Energie und der Stadt wurde nun ein entsprechender Vertrag unterzeichnet.

Damit wird das bereits vor fünf Jahren vorgeschlagene Konzept verwirklicht, dass seinen Ursprung in den Überlegungen zur Sicherung der Energieversorgung der Stadt Isny von Professor Dr. Klaus Pfeilsticker hat, der sich aktiv in den Isnyer Energiegipfel einbrachte. Dass die Isnyer Schulen dringend mit einer neuen Wärmeversorgung ausgerüstet werden sollen, ist ebenfalls schon länger im Gespräch. Nun wir es in Angriff genommen. Die konzipierte Hackschnitzelanlage ist dabei das Kernstück der Überlegungen. Hier war nur die Frage, in welchem Umfang das Projekt durchgezogen werden sollte. Jetzt sind die Würfel gefallen: Im März 2013 ist Baubeginn und die Unterzeichner der Bio-Energie Isny haben zugesichert, dass die Versorgung im Schulbereich und bei den anschließenden öffentlichen Gebäuden ab 1. September 2013 funktionieren soll. In dieser ersten Stufe ist neben dem gesamten Schulzentrum der „Ochsenkeller“, der Türkische Kulturverein, Bauhof, Feuerwehr, Untere Bleiche, alte Gerbe und das Jugendzentrum „Go In“ in die Planung einbezogen. Damit aber noch nicht genug: Weitere Bauabschnitte sind geplant und die Auslegung der Hackschnitzelanlage wird den Überlegungen angepasst. Die zweite Stufe des Ausbaus zielt schließlich auf die Isnyer Altstadt und die dort befindlichen öffentlichen Gebäude. Außerdem ist die Möglichkeit eines Anschlusses von Privatbesitz mit in den Überlegungen berücksichtigt. Der nun geschlossene Vertrag war Teil der europaweiten Ausschreibung. Den Zuschlag erhielt die Bio-Energie mit den besten Konditionen dazu. In dieser GmbH sind die Firma Zollikofer Schneider & Söhne (Versorgung), die Freie Energiegenossenschaft (Geschäftsführung) und die „Natur Energie“ (Betrieb) zusammengeschlossen. Zwei grundlegende Überlegungen haben hier eine Basis: Zum ersten ist durch die Nähe der Contractoren die Versorgungssicherheit gegeben und außerdem bleibt das dort zu investierende Geld in der Region, sichert hier Arbeitsplätze und das Geld bleibt im regionalen Umlauf. Das gesamte Projekt wird in der Endphase, also nach Einbeziehung der Altstadtanschlüsse, ein ungefähres Finanzvolumen von 4,3 Millionen Euro haben. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik, denn die erste Baustufe fällt deutlich bescheidener aus. Hier sind 1,6 Millionen Euro vorgesehen und die Kooperation mit den Anbietern und der Stadt ist auf vertrauensvoller Basis Kernstück der Verträge.

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