Bischof kommt zur Einweihung

Ein Beispiel christlichen Gedankengutes

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Die neue Kapelle liegt im Herzen einer bezaubernden Landschaft.

Isny – Seit Monaten ist auf dem Rangenberg zwischen Rohrdorf und Ratzenhofen geplant und gebaut worden. Eine Kapelle sollte dort entstehen und die sollte der heiligen Cäcilia geweiht werden, der Schutzpatronin der Sänger und Musiker.

Das war schon seit langem das Anliegen von Frank Berlinger und als er das den anderen Alphornbläsern der Adelegger Alphornbläser erzählte waren auch sie Feuer und Flamme von dieser Idee.

Wenn das schon in Angriff genommen werden sollte, dann musste erst einmal ein Kapellenverein her, und den hat man dann auch gleich gegründet. Die Mitglieder waren: Frank und Silvia Berlinger, Josef und Monika Hodrus, Günter und Brigitte Morgen sowie Berthold und Sandra Rudhart. Dauernd war man auf der Suche nach Geldgebern für dieses Projekt und nachdem in etwa feststand wie die Kapelle aussehen sollte ging es auf die Suche nach dem richtigen Platz. Durch Tausch von Gelände konnte dann die Kapelle auf dem eigenen Grund und Boden begonnen werden.

Auch die Stadt hat ihren Beitrag dazu geleistet. Sie half bei der Klärung der Bestimmungen für einen Bau im Außenbereich und die Baugenehmigung dafür war in sechs Wochen erledigt. Viele Helfer hatten sich inzwischen bereitgefunden beim Bau zu helfen und der herrliche Blick vom Rangenberg herunter spornte alle immer wieder an, den Bau voran zu bringen. Jetzt ist es geschafft und ein Schmuckstück christlichen Denkens ist der Öffentlichkeit übergeben worden. Die Statuten des Kapellenvereins sehen vor, dass die Kapelle von ihm gewartet und betreut wird, bei Auflösung des Vereins das Grundstück und die Kapelle an die katholische Kirchengemeinde fallen. So viel zur Vorgeschichte.

Großes Fest

Die feierliche Weihung der Kapelle am vergangenen Sonntag wurde als großes Kirchenfest vorbereitet. Pfarrer Dr. Edgar Jans war dann auch schon zusammen mit der Kirchengemeinde in die Planung einbezogen und Domkapitular Matthäus Karrer hatte als ehemaliger Stadtpfarrer in Isny sein Interesse daran bekundet. Bischof Gebhard Fürst hatte ebenfalls zugesagt und übernahm die Segnung der Kapelle. Da machte dann schnell die Frage die Runde: „Warum kommt der Bischoff zur Weihung der Kapelle auf den Rangenberg?“ – Ganz klar war dann die Antwort: „Weil der Papst gerade keine Zeit hat.“

Bei strahlendem Wetter sind die Geistlichen Herren angereist. Hinauf auf den Berg war eine Schuttlebus-Linie eingerichtet und auch viele der älteren oder gehbehinderten Gäste machten von diesem Angebot Gebrauch. Zu Beginn des feierlichen Gottesdienstes spielten die Alphornbläser, eine Bläsergruppe der Musikkapelle Rohrdorf und der Chor „Tonart“ unter der Leitung von Rita Klink. Dann kamen Bischof Fürst und die anderen Priester zusammen mit den Ministranten herangezogen. Den Liturgischen Gruß sprach Bischof Dr. Gebhard Fürst und die Begrüßung übernahm Dr. Edgar Jans.

Die Weihe der Kapelle durch Bischof Fürst berührte viele der Anwesenden wirklich tief. Ein Ort der Verkündigung des dreifaltigen Gottes ist entstanden und Bürgermeister Rainer Magenreuter sprach anschließend in seinem Grußwort die Vergleiche der Alphorn Kapelle mit der Wurmlinger Kapelle an: die Lage am oberen Hang ist das Besondere dieses Orts für die Ruhe. Prof. Dr. Thierer wies darauf hin, dass nun im Landkreis 365 Kapellen bekannt sind – für jeden Tag des Jahres eine andere. Zuletzt kamen Josef Hodrus und Frank Berlinger zu Wort. Sie dankten allen beteiligten und Hodrus ließ es sich nicht nehmen, dem Initiator Frank Berlinger ganz besonders zu danken.

Schöner Ausklang

Dann aber löste sich der offizielle Rahmen auf und bei noch immer strahlendem Sonnenschein wurde aus dem Ganzen ein Volksfest, bei dem die rund tausend Besucher auch auf ihre Kosten kamen. Befreundete Alphorngruppen spielten auf und auch sonst war für musikalische Untermalung reichlich gesorgt.

Manfred Schubert

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