App für die Allgäuer Festwoche

"App" geht’s zur Festwoche

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Die beiden Entwickler Alex Berger (li) und Alessandro Tramontana (re) haben ihre Idee für eine Festwochen App umgesetzt.

Kempten – Heutzutage gibt es für fast alles eine Smartphoneanwendung, kurz App genannt. Ab Mitte Juli wird es eine solche nun auch für die Allgäuer Festwoche geben. Es soll die Festwoche für die Hosentasche sein, schreiben die Entwickler auf ihrer Homepage www.fewo2go.com. 

Die App informiert über alles, was man rund um und über das Event wissen will. So gibt es eine Karte vom Festwochengelände mit Informationen zu den einzelnen Messehallen und Ausstellern sowie den Standorten zur Essens- und Getränkeaufnahme. Der Veranstaltungskalender gibt Auskunft über das kulturelle Rahmenprogramm und alles was bei der After FeWo geboten ist. Auch den Hin- und Rückweg kann man über die App planen: Von den Busfahrplänen über die Taxirufnummern bis zu den öffentlichen Parkplätzen kann der Nutzer alles über die App abrufen. Die erste App zur Festwoche wird es sowohl für iPhone als auch für Android in den jeweiligen Stores zum kostenlosen Download geben. 

Ausgangspunkt für die Idee zur FeWo2Go war die neue Webseite des Kemptener Wochenmarkts. Doch statt eine App dafür zu programmieren, entschied sich der Informatikstudent Alex Berger lieber für die Festwoche und hat im April „einfach mal angefangen“ zu programmieren und opferte neben seinem Studium dafür den Großteil seiner Freizeit. „Für die fünfte Kemptener Jahreszeit darf eine App nicht fehlen,“ begründet er seine Entscheidung. Als Festwochenbesucher, der die schwächelnde Netzstabilität kenne, liege es ihm als Programmierer besonders am Herzen, dass sich der Nutzer nicht großartig Gedanken über die Internetverbindung machen müsse. Deshalb sind alle relevanten Inhalte offline verfügbar. 

Neben der unkomplizierten Bedienung ist bei Nutzern auch das ansprechende Design ein Kriterium. Über einen Freund knüpfte Berger Kontakt zu Alessandro Tramontana. Der gebürtige Kemptener arbeitet mittlerweile als Art Director in Hamburg. Innerhalb des Entwicklerduos übernimmt er die Aufgaben der optischen Gestaltung und kümmert sich auch um Marketing und PR. Schon vor zehn Jahren hat er für die Allgäuer Festwoche Werbekampagnen entwickelt, nun möchte er in eigener Sache den Festwochenbesuchern den Weg ins mobile „Touch“-Zeitalter weisen; eine offizielle App zum Großereignis gab es ja bisher noch nicht. Konkurrenz fürchten die beiden Jungs nicht, sie sind von der Qualität ihrer Arbeit überzeugt. Dabei richtet sich ihr Augenmerk neben den Besuchern auch auf die Aussteller. Für die einen gibt es die Busserl-Cam, durch die man sich mit dem besten Kussbild mit seinen Freunden messen kann. Für die anderen bietet die FeWo2Go App sowohl Messeausstellern, als auch Allgäuer Firmen die Möglichkeit für ihr Produkt und das eigene Unternehmen zu werben. Deshalb nehmen sie es gelassen, dass es mittlerweile ein ähnliches, wenn auch mit einer anderen Anwendung verbun- denes Produkt gibt. 

Features grenzenlos 

Dadurch, dass die App als eigenständiges Programm keine Rücksicht auf Copyright oder andere Interessen nehmen muss, ist der Anzahl der einzelnen Features keine Grenze gesetzt. „Es liegen bereits jetzt Ideen in der Schublade, die wir nur aus Zeitgründen nicht umsetzten konnten“, erklärt Berger. Auch weil das kleine Startup alles auf eigene Rechnung finanziert, seien sie von Einmischung von außen verschont. „Uns kann keiner reinreden. Wir machen einfach ziel- strebig unser Ding und freuen uns, wenn die Liebe, die wir in die Details stecken beim Benutzer gut ankommt.“ 

Die letzte Hürde, die eine App vor dem Download aufs iPhone nehmen muss, ist die Prüfung durch Apple. Eventuell muss Beanstandetes nachjustiert werden. Für den PlayStore des Android-Betriebssystems gibt es diese Prüfung nicht. Da die FeWo2Go nicht die erste App ist, die Berger programmiert, kennt er sich mit den Anforderungen von Apple gut aus und ist zuversichtlich, dass es keine Nacharbeit geben wird und „sein Baby“, wie er es nennt, endlich veröffentlicht werden kann. Wenn die App gut ankommt, will sie das Duo zu einem festen Bestandteil für die Besucher machen und sie dann auch in den kommenden Jahren anbieten. Yvonne Hettich

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